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Author(s): Lehrer, Erica
Date: 2012
Date: 2019
Abstract: This report, produced by Professor P. Weller and Dr. I. Foster of the University of Derby, United Kingdom, is based on two phases of research conducted in six OSCE participating States—Belgium, Germany, Greece, Moldova, Poland and the United States of America—between December 2016 and May 2018. The research took various forms, including focus groups, interviews, questionnaires, observations, as well as desk research based on published literature. A detailed bibliography of works consulted is provided in an appendix to the report. The report provides background information about the history of anti-Semitism in each of the countries studied, along with recent statistics concerning reported anti-Semitic incidents in each country. The report does not compare how significant an issue anti-Semitism is in these participating States; rather, it presents an overall pattern of evidence to identify a range of key challenges with at least some relevance for teaching about and addressing anti-Semitism in classroom contexts across the OSCE region as a whole, and thus provides the basis for recommendations that could inform the development of teacher resources to meet those challenges in any OSCE participating State, not just the ones studied for this report. The research has made clear that, while the incidence, frequency and forms of anti-Semitism may vary over time, it remains a reality in OSCE participating States. However, there is relatively little published research on anti-Semitism among young people as such, and even less that is specifically focused on teaching about anti-Semitism and/or addressing it in classroom contexts. Therefore, the primary research that informs this report makes a clear contribution to understanding anti-Semitism as it currently exists in a number of OSCE countries, albeit subject to certain limitations in terms of methodology, which are noted in the report’s appendices.
Author(s): Ullrich, Peter
Date: 2019
Abstract: Mit der im Jahr 2016 von der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) anerkannten «Arbeitsdefinition Antisemitismus» liegt ein Instrument für die notwendige Erfassung und Bekämpfung von Antisemitismus vor, das weite Verbreitung gefunden hat. In einem Handlungsfeld, das durch hochgradige begriffliche Verunsicherung gekennzeichnet ist, verspricht die Definition als praktische Arbeitsgrundlage begriffliche Orientierung. Tatsächlich stellt die «Arbeitsdefinition» mit ihrer konkreten, ohne Fachterminologie auskommenden Sprache sowie mit anschaulichen Beispielen, die den Begriff Antisemitismus anhand typischer, immer wieder auftretender Phänomene verdeutlichen, inzwischen eine Grundlage für die Arbeit verschiedener Nutzer*innengruppen dar. Zudem erfolgte mit der Aufnahme bis dato nur wenig beleuchteter (israelbezogener) Aspekte von Antisemitismus eine zum Zeitpunkt der Formulierung der Definition (Anfang der 2000er Jahre) notwendige Aktualisierung der Diskussion.

Bei einer näheren Untersuchung offenbaren sich jedoch auch gravierende Mängel. Insbesondere ist die «Arbeitsdefinition» inkonsistent, widersprüchlich und ausgesprochen vage formuliert; mithin erfüllt sie nicht die Anforderungen guten Definierens. Die Kerndefinition des Antisemitismus ist zudem reduktionistisch. Sie hebt einige antisemitische Phänomene und Analyseebenen hervor, spart aber andere, wesentliche, sehr weitgehend aus. Dies gilt insbesondere für ideologische und diskursive Aspekte, beispielsweise den Antisemitismus als verschwörungstheoretisches Weltbild. Ebenso fehlt eine Erwähnung organisationssoziologischer Aspekte der Mobilisierung in Bewegungen und Parteien sowie deren Niederschlag in diskriminierenden institutionellen Regelungen und Praxen. Zudem können manche israelbezogenen Beispiele, die der Kerndefinition hinzugefügt sind, nur mithilfe weiterer Informationen über den Kontext als antisemitisch klassifiziert werden, da das Beschriebene mehrdeutig ist. Es tritt in komplexen, sich überlagernden Konfliktkonstellationen auf, bei denen eine Zuordnung zu einem spezifischen Problemkreis wie Antisemitismus oft nicht einfach möglich ist. Ein Beispiel sind die sogenannten doppelten Standards. Sie sind kein hinreichendes Kriterium, um eine antisemitische Fokussierung auf Israel von einer solchen zu unterscheiden, die mit den Spezifika israelischer Politik und ihrer weltpolitischen Bedeutung zusammenhängen.

In der Folge begünstigt die «Arbeitsdefinition» eine widersprüchliche und fehleranfällige Anwendungs praxis und führt zu Einschätzungen von Vorfällen oder Sachverhalten, die nicht auf klaren Kriterien basieren, sondern eher auf Vorverständnissen derer, die sie anwenden, oder auf unreflektiert übernommenen verbreiteten Deutungen. Die Anwendung der «Arbeitsdefinition» produziert die Fiktion eines kriteriengeleiteten, objektiven Beurteilens. Die Definition stellt prozedurale Legitimität für Entscheidungen zur Verfügung, die faktisch auf der Grundlage anderer, implizit bleibender Kriterien getroffen werden, welche weder in der Definition noch in den Beispielen festgelegt sind.

Die Schwächen der «Arbeitsdefinition» sind das Einfallstor für ihre politische Instrumentalisierung, etwa um gegnerische Positionen im Nahostkonflikt durch den Vorwurf des Antisemitismus moralisch zu diskreditieren. Dies hat relevante grundrechtliche Implikationen. Die zunehmende Implementierung der «Arbeitsdefinition» als quasi-rechtliche Grundlage von Verwaltungshandeln suggeriert Orientierung. Stattdessen ist sie faktisch ein zu Willkür geradezu einladendes Instrument. Dieses kann genutzt werden, um Grundrechte, insbesondere die Meinungsfreiheit, in Bezug auf missliebige israelbezogene Positionen zu beschneiden. Anders als die Bezeichnung «Arbeitsdefinition» suggeriert, findet auch keine Weiterentwicklung der Definition statt, um diese Schwächen zu beheben.

Fazit: Der Versuch, Probleme allgemeiner begrifflicher Klärung und universeller praktischer Einsetzbarkeit mithilfe der «Arbeitsdefinition Antisemitismus» zu lösen, muss insgesamt als gescheitert angesehen werden. Vor allem aufgrund ihrer handwerklichen Schwächen, ihrer defizitären Anwendungspraxis, ihres trotzdem teilweise verbindlichen rechtlichen Status und ihrer politischen Instrumentalisierbarkeit mit problematischen Implikationen für die Meinungsfreiheit kann die Verwendung der «Arbeitsdefinition Antisemitismus» nicht empfohlen werden. Eine mögliche Ausnahme könnten lediglich eng umgrenzte pädagogische Kontexte darstellen.

Wie die Entstehungsgeschichte der «Arbeitsdefinition Antisemitismus» und ihre weite Verbreitung deutlich machen, gibt es – auch angesichts einer weiter bestehenden Bedrohung durch gegenwärtigen Antisemitismus – einen großen Bedarf vonseiten verschiedener Institutionen nach in der Praxis anwendbaren Kriterien zur Identifikation antisemitischer Phänomene. Folglich ist die Entwicklung von klaren und kontextspezifischen Instrumenten für die Praxis dringend zu empfehlen.
Author(s): Wistrich, Robert
Date: 2004
Editor(s): Shainkman, Mikael
Date: 2018
Abstract: This book illustrates the two clear trends in antisemitism today: “old” antisemitism, based in religious and racist prejudices, which has largely disappeared from public discourse in the West after the defeat of Nazi Germany, but has resurfaced in the last quarter-century in the face of right wing frustration of weakening nation states in a globalized world; and “new” antisemitism, or the antisemitic narrativization of Israel, which is most commonly found on the Left, in the Muslim world, and in the post-colonial discourse.

This collection of essays analyzes both old and new antisemitisms, in order to understand their place in the world of today and tomorrow. It is written by experts in the field of antisemitism working for, or connected with, the Kantor Center for the Study of Contemporary European Jewry at Tel Aviv University.

Table of Contents
Acknowledgments

Introduction: The Continuity and Change of Antisemitism
Mikael Shainkman

Different Antisemitisms: On Three Distinct Forms of Antisemitism in Contemporary Europe, with a Special Focus on Sweden
Lars Dencik and Karl Marosi

Holocaust Memory and Holocaust Revisionism in Poland and Moldova: A Comparison
Natalia Sineaeva-Pankowska

Honoring the Collaborators: The Ukrainian Case
Irena Cantorovich

The Rise of the Radical Right in Europe and the Jews
Michael Whine

The Worrisome Defiance of the Golden Dawn
Michal Navoth

The Struggle over the International Working Definition of Antisemitism
Dina Porat

Discrimination against Muslims and Antisemitic Views among Young Muslims in Europe
Günther Jikeli

Debates on Islamized Antisemitism in Austria in the Wake of the Israel-Gaza Conflict, 2014
Julia Edthofer

Antisemitism and the Struggle for the “Good” Society: Ambivalent Responses to Antisemitic Attitudes and Ideas in the 2014 Swedish Electoral Race
Kristin Wagrell

Mohamed Omar and the Selective Detection of Non-Nazi Antisemitism
Mathan Ravid

After the Charlie Hebdo Attack: The Line between Freedom of Expression and Hate Speech
Andre Oboler

Online Antisemitic Propaganda and Negationism in the Islamic Republic of Iran: Ahmadinejad and His Enduring Legacy
Liora Hendelman-Baavur

The Nisman Case: Its Impact on the Jewish Community and on National Politics in Argentina
Adrian Gruszniewski and Lidia Lerner

Venezuela’s 2012 Presidential Elections: Introducing Antisemitism into Venezuelan Political Discourse
Lidia Lerner
Author(s): Vapné, Lisa
Date: 2013
Abstract: Cette thèse étudie la politique migratoire vis-à-vis d’un groupe ethnicisé accueilli en raison de son identité putative, tout comme analyse la relation à une identité assignée de ces migrants. Dans une première partie, la recherche porte sur la construction par l’Allemagne entre 1990 et 2010 d’une politique d’accueil destinée à des personnes identifiées comme juives par leurs papiers d’identité et résidant sur le territoire de l’ex-Union soviétique, dans le but de renforcer démographiquement la Communauté juive allemande : dans ce cadre, en vingt ans, plus de 200 000 personnes catégorisées comme « réfugiés du contingent » puis comme « migrants juifs » ont immigré en Allemagne. Nous y montrons qu’il est attendu de ces migrants qu’ils remplacent symboliquement les Juifs d’Allemagne émigrés avant 1933 ou exterminés sous le IIIe Reich. Mais, en raison de l’inadéquation entre les Juifs espérés et les migrants juifs postsoviétiques, déjudaisés et rencontrant des problèmes d’intégration professionnelle en Allemagne, l’accueil de ces migrants va progressivement se restreindre. À travers la mise en doute de l’authenticité de leurs papiers d’identité, la véracité de leur identité juive va être questionnée. Dans une seconde partie, s’appuyant sur des entretiens biographiques, ce travail analyse la mise en récit de l’identification comme Juif de ces migrants, avant l’immigration, pendant le processus migratoire et après l’immigration, interrogeant le passage d’une identification comme Juif stigmatisante à une identification valorisante puisque clef d’entrée pour l’immigration en Allemagne.
Date: 2013
Date: 2011
Date: 2017
Date: 2019
Abstract: Катастрофа европейского еврейства привела к почти полному исчезновению еврейской общины Германии. Чудо случилось в 1990-х годах, когда русскоязычные евреи стали тысячами прибывать в эту страну. Для местных евреев неожиданная иммиграция казалась удачным шансом, выпавшим еврейским сообществам и обществу в целом. Однако первое поколение русско-еврейских иммигрантов столкнулось с большим числом социальных проблем и трудностей интеграции на рынок труда. К этому следует добавить культурное отчуждение от немецкого общества и серьезные различия в культуре, ментальности и идентичности с местными еврейскими общинами. А также конфликты между старожилами и новоприбывшими относительно желаемых моделей организации еврейской жизни – в силу чего и через тридцать лет после начала иммиграции русские евреи все еще мало представлены в общенациональном еврейском руководстве. И все же, впервые после окончания Второй мировой войны у еврейских общин Германии появился шанс построить плюралистическую модель религиозных, культурных, образовательных и политических проектов. Второе поколение русских евреев Германии не сталкивается с проблемами интеграции, подобные проблемам родителей, и большинство из этого поколения вольется в немецкий средний класс и профессиональную элиту страны – или уже находятся там. Но при этом совершенно непонятно пока, до какой степени второе поколение русских евреев будет искать собственные корни, интересоваться еврейским наследием и участвовать в жизни еврейских общин.
Date: 2019
Abstract: В статье, опубликованной в выпуске № 15 EAJ Policy papers, Олаф Глокнер перечисляет проблемы, с которыми столкнулось первое поколение русскоязычных евреев-иммигрантов в Германии. Однако завершает свой анализ позитивными перспективами развития еврейской общины этой страны. Насколько его оптимизм оправдан? Похоже, что отчужденность евреев-иммигрантов в Германии от местного общества и еврейских общин оказалась даже глубже, чем казалось ранее, и в каком-то смысле охватывает и намного более профессионально и культурно интегрированное поколение молодого и раннего среднего возраста. Потому в Европе более чем в других местах сохранение русско-еврейского самосознания является фактором сохранения еврейской идентичности вообще. Альтернативой ей является усвоение не столько «местного еврейского» сколько собственно нееврейского гражданского идентификационного компонента. Смогут ли транснациональные зонтичные еврейские структуры ответить на этот вызов, пока «поезд» еще окончательно не ушел?
Date: 2015