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Date: 2018
Author(s): Younes, Anne-Esther
Date: 2020
Abstract: This paper examines the discourse around anti-Semitism in Germany since 2000. The discourse makes use of the figure of the Jew for national security purposes (i.e. via the Israeli-Palestinian conflict and the trope of the “dangerous Muslim”) and the politics of national identity. The article introduces the concept of the “War on Anti-Semitism”, an assemblage of policies about national belonging and security that are propelled primarily by white racial anxieties. While the War on Terror is fought against the Muslim Other, or the War on Drugs is fought against predominantly Latinx and Black communities, the War on Anti-Semitism is ostensibly fought on behalf of the racialized Jewish Other. The War on Anti-Semitism serves as a pretext justifying Germany's internal and external security measures by providing a logic for the management of non-white migration in an ethnically diverse yet white supremacist Europe.

In 2000, a new citizenship law fundamentally changed the architecture of belonging and im/migration by replacing the old Wilhelminian jus sanguinis (principle of blood) with a jus soli (principle of residency). In the wake of these changes and the resulting racial anxiety about Germanness, state sponsored civil-society educational programs to fight anti-Semitism emerged, targeting predominantly Muslim non-/citizens. These education programs were developed alongside international debates around the War on Terror and what came to be called “Israel-oriented anti-Semitism” in Germany (more commonly known as “Muslim anti-Semitism”).

Triangulated through the enduring legacy of colonial racialization, the Jew and the Muslim are con/figured as enemies in socio-political German discourses. This analysis of the War on Anti-Semitism has serious implications for our understanding of “New Europe”. By focusing on the figure of the Jew and the Muslim, the implications of this work transcend national borders and stress the important connection between fantasy, power, and racialization in Germany and beyond.
Author(s): Baer, Marc David
Date: 2013
Date: 2019
Author(s): Baugut, Philip
Date: 2021
Abstract: Rund 75 Jahre nach dem Holocaust verzeichnet die Polizei einen An-stieg antisemitischer Straftaten in Deutschland; als bedrohte Minderheit sorgen sich jüdi-sche Menschen um das gesellschaftliche Meinungsklima, das auch die etablierten Massen-medien prägen. Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Beitrag mit Hilfe des normativen Konzepts der „interkulturellen medialen Integration“ die medienjournalisti-sche Berichterstattung der Wochenzeitung Jüdische Allgemeine. Die Befunde der qualitati-ven Inhaltsanalyse von 168 Beiträgen zeigen, dass die vom Zentralrat der Juden in Deutschland herausgegebene Publikation in verschiedener Hinsicht heftige Kritik an etab-lierten Medien übt. So hätten einzelne Medien antisemitische Stereotype verbreitet, Perso-nen, die sich antisemitisch äußern, eine Plattform geboten und Antisemitismus als solchen nicht erkannt, relativiert oder negiert. Im Sinne einer differenzierten Medienkritik macht die Jüdische Allgemeine aber auch deutlich, welche Merkmale von Medieninhalten sie für wünschenswert hält, darunter Berichte über alltägliches jüdisches Leben in Deutschland, aber auch authentische Beiträge über Antisemitismus, in denen Betroffene zu Wort kom-men. Die Befunde können zum einen verstehen helfen, warum viele Jüd*innen in Europa Antisemitismus in den Medien als Problem sehen. Zum anderen liefern sie Produzierenden von Medienangeboten Hinweise darauf, welche Resonanz ihre Inhalte innerhalb der jüdi-schen Gemeinschaft finden.
Author(s): Baugut, Philip
Date: 2021
Date: 2021
Abstract: „Zionisten“, „Satanisten“, „Transhumanisten“ und die „Pharmamafia“ würden durch „Sterilisation und Mord per Todesspritze“ […] „die absolute Kontrolle jedes Einzelnen und die Auslöschung weiterer Teile der Bevölkerung“ herbeiführen. Denn hinter Corona stecke „der feuchte Traum von einer kommunistischen Weltmacht“, nämlich der Zweck der „Umstrukturierung der Welt in eine neue Ordnung, kurz NWO (New World Order, Anm. RIAS Bayern. Vgl. Glossar, → NWO)“.

Dies sagte eine Rednerin auf einer Kundgebung sogenannter Coronarebellen in Nürnberg am 27. Juni 2020. Der Frau zufolge sollen durch Impfungen Menschen weltweit mit Nanochips überwacht, sterilisiert und getötet werden. Abschließend befand sie: „Ja, das muss man auch mal ganz klar benennen dürfen, oder?“

Zwar mögen solche Erzählungen meist abstrus und verrückt wirken, sie sind jedoch in ihren potentiellen Konsequenzen ernst zu nehmen. Selbstverständlich existierten auch vor der Coronapandemie Verschwörungserzählungen. Jedoch haben sie sich auch in Bayern verstärkt verbreitet, nachdem im Frühjahr 2020 Menschen, die sich als Coronarebellen oder Querdenker bezeichnen, begannen, gegen tatsächliche und imaginierte
staatliche Maßnahmen im Zuge der Coronakrise zu protestieren.

Nicht zuletzt in den sozialen Medien verbreiten sich Verschwörungserzählungen in Wort und Bild zunehmend rasanter und erreichen im Zuge der „Corona-Proteste” auch immer mehr Menschen, die vor der Pandemie wenig verschwörungsideologisch geprägt waren. Laut einer repräsentativen Umfrage der Friedrich-Naumann-Stiftung vom Juli 2020 glauben 16 Prozent der Einwohner:innen in Deutschland, dass Bill Gates allen Menschen Mikrochips einpflanzen wollen würde. Antisemitische Einstellungen sind in Deutschland weit verbreitet. Laut einer repräsentativen Umfrage des Jüdischen Weltkongresses (WJC) von 2019 behaupten 28 Prozent
der sogenannten Elite (laut Studie Hochschulabsolvent:innen mit einem Jahreseinkommen von mindestens 100.000 Euro), Juden hätten zu viel Macht in der Wirtschaft. 26 Prozent attestieren Juden „zu viel Macht in der Weltpolitik“. Fast die Hälfte von ihnen (48 Prozent) behauptet, Juden verhielten sich loyaler zu Israel als zu Deutschland. Der
WJC ließ dafür zweieinhalb Monate vor dem Anschlag auf die Synagoge in Halle an Yom Kippur 2019 1300 Menschen befragen.

Diese Broschüre der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern soll über Verschwörungserzählungen im Zusammenhang mit Antisemitismus aufklären. Was sind Verschwörungserzählungen und was haben sie mit Antisemitismus zu tun? Warum sind sie für bestimmte Menschen attraktiv? Wie kann man ihnen begegnen? Ab Seite 18 findet sich ein ausführliches Glossar zu gängigen Verschwörungserzählungen mit von
RIAS Bayern dokumentierten Beispielen.
Date: 2021
Abstract: This article presents research notes on an oral history project on the impact of coronavirus disease 2019 (COVID-19) on Jews over the age of 65 years. During the first stage of the project, we conducted nearly 80 interviews in eight cities worldwide: Amsterdam, Berlin, London, Milan, New York, Paris, Rio de Janeiro, and St. Petersburg, and in Israel. The interviews were conducted in the spring of 2020 and reflect the atmosphere and perception of interviewees at the end of the first lockdown.

Based on an analysis of the interviews, the findings are divided into three spheres: (1) the personal experience during the pandemic, including personal difficulties and the impact of the lockdown on family and social contacts; (2) Jewish communal life, manifested in changed functions and emergence of new needs, as well as religious rituals during the pandemic; and (3) perceived relations between the Jewish community and wider society, including relations with state authorities and civil society, attitudes of and towards official media, and the possible impact of COVID-19 on antisemitism. Together, these spheres shed light on how elderly Jews experience their current situation under COVID-19—as individuals and as part of a community.

COVID-19 taught interviewees to reappraise what was important to them. They felt their family relations became stronger under the pandemic, and that their Jewish community was more meaningful than they had thought. They understood that online communication will continue to be present in all three spheres, but concluded that human contact cannot be substituted by technical devices.
Date: 2012
Abstract: Das Urteil des Landgerichts Köln vom Mai 2012 zur Beschneidung hat heftige Kritik hervorgerufen, weil es eine elementare rituelle Praxis von Juden und Muslimen kriminalisiert und Religion auf eine Angelegenheit des Strafrechts reduziert. Überraschend war die Intensität der folgenden Mediendebatte. Sie zeigte, dass es nicht allein um ein Ritual und seine Begründung, sondern um Grundfragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der religiösen Selbstbestimmung geht. Die Autorinnen und Autoren des Bandes leisten aus interdisziplinärer Perspektive einen Debattenbeitrag und werben um Verständnis für eine Tradition, die für Juden und Muslime nicht verhandelbar ist.

Inhaltsverzeichnis: Johannes Heil, Stephan J. Kramer: Das Zeichen des Bundes in der Kritik (9-14); I. Geschichte und Kultur. Joachim Friedrich Quack: Die traditionelle Beschneidung, ihr Verbot und ihre Sondergenehmigung im Alten Ägypten (17-22); Johannes Heil: Beschneidung als Motiv in Alteritätsdiskursen und Judenfeindschaft (23-35); Andreas Brämer: Die jüdische Beschneidungsfrage in Deutschland um 1850 (36-40); Daniel Krochmalnik: Mila und Schoa (41-50); Hanna Liss: Und auch meine Shabbate gab ich ihnen (51-60); Anat Feinberg: Brit Mila in der hebräischen Literatur (61-68); II. Recht und Rechte: Heiner Bielefeldt: Menschenrecht, kein Sonderrecht (71-82); Michael Germann: Die grundrechtliche Freiheit zur religiös motivierten Beschneidung (83-97); Kyrill-A. Schwarz: Die aus religiösen Gründen gebotene Beschneidung und das Verfassungsrecht (98-114); Franziska Kelle: Die Vereinbarkeit der rituellen Beschneidung bei Jungen mit der UN-Kinderrechtskonvention (115-133); Edward Schramm: Die Beschneidung von Knaben aus strafrechtswissenschaftlicher Sicht (134-145); Bijan Fateh-Moghadam: Strafrecht und Religion im liberalen Rechtsstaat (146-159); Benjamin Jokisch: Islamische Knabenbeschneidung in Deutschland (160-170); III. Medizin, Religion und Lebenspraxis: Robert Jütte: Die Medikalisierung eines religiösen Rituals - oder: von der wachsenden Deutungsmacht der Ärzte im Beschneidungsdiskurs (173-180); Antje Yael Deusel: Medizinische Aspekte der Brit Mila (181-190); Michael Bongardt: Vom Recht auf Freiheit und der Pflicht zur Toleranz (191-198); Gesa S. Ederberg: "durch dein Blut sollst du leben." (199-204); Giuseppe Veltri: (K)ein Konflikt zwischen Grundprinzipien: Das Wohl des Menschen und der jüdische Brauch der Beschneidung (205-216); IV. Die Debatte: Peter Widmann: Ein Gerichtsurteil und seine mediale Inszenierung (219-227); Micha Brumlik: Ein Urteil aus Köln - Der Gesetzgeber vor dem Ernstfall (228-232); Birgit E. Klein: Brit Mila: Innerjüdische Kritik und die Konstruktion von Geschlecht und Geschlechterrollen (233-255); Havva Engin: Die deutsche Beschneidungsdebatte: Anmerkungen aus muslimischer Perspektive (256-260); Ulrich Deutschmann: Der Balken in meinem Auge (261-263); Juliane Wetzel: Judenfeindliche Stereotypisierungen: Das Beschneidungsurteil im öffentlichen Diskurs (264-276).
Author(s): Tübel, Susanne
Date: 2020
Date: 2019
Abstract: This study investigates the ethnic identity of the 1.5 and second-generation of Russian-speaking Jewish immigrants to Germany and the U.S. in the most recent wave of immigration. Between 1989 and the mid-2000s, approximately 320,000 Russian-speaking Jewish immigrants departed the (former) Soviet Union for the U.S. and an additional 220,000 moved to Germany. The 1.5 and second-generations have successfully integrated into mainstream institutions, like schools and the workforce, but not the co-ethnic Jewish community in each country. Moreover, Russian-speaking Jewish immigrants are subject to a number of critiques, most prominently, of having a ‘thin culture’ that relies on abstract forms of ethnic expression and lacks in frequent and concrete forms of identification (Gitelman 1998).

The study asks several questions: how the 1.5 and second-generation see themselves as a distinctive social group? Where do they locate social boundaries between themselves and others? How do they maintain them? Close family ties lie at the center of the group’s ethnic identity. Russian-speaking cultures offer an alternative, and in the mind of the 1.5 and second-generation, superior approach to relating to family and friends, where, for example, being an unmarried adult does not contradict living at home or where youths and adults can socialize in the same setting. Their understandings and practices of family often run counter to the expectations of the mainstream in both Germany and the U.S. of what it means to be an independent adult. The organization and expectation of social relations among these immigrants reflect not only their different national origins, but their constitution as a distinctive moral community. Different foods and language use support these immigrants’ sense of group distinctiveness and reinforce the centrality of family as a shared ethnic practice.

Immigration has endowed family practices with the capacity to impart a sense of distinctiveness to the 1.5 and second-generation by changing the context in which close family ties are practiced. Transported across national borders these practices now contrast with prevailing understandings of family and serve as a cultural resource. Moreover, Russian-speaking Jewish immigrants have benefited, both culturally and economically, from state policies that granted them refugee status and enabled them to cross national borders as families and avoid years of separation other immigrants often must endure. The distinctiveness of Russian-speaking Jewish immigrants’ family practices is relative to those of the receiving country’s mainstream, but not those of other immigrant groups. As a result, a sense of group difference and belonging anchored in these practices may be challenging to impart to the third generation, who are removed from the immigration experience. Nevertheless, the 1.5 and second-generation experience their family relationships, obligations and expectations as anything but ‘thin’. They inform consequential decisions, are encountered regularly, and offer meaning to their lives as individuals, children and members of an immigrant and ethnic group.

This study draws on in-depth interviews in New York City and multiple locations in Germany with 93 Russian-speaking Jewish immigrants who arrived at the age of 13 or younger or were born in the U.S. or Germany. Despite the different history and structure of Jewish communities in the U.S. and Germany, 1.5 and second-generation Russian-speaking Jewish immigrants’ experience in each country have much in common with one another, a finding that emerged as a result of the study’s comparative design.
Author(s): Preser, Ruth
Date: 2017