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Date: 2015
Abstract: Today, the extermination of Jewish communities by the Nazi regime and its collaborators, namely the Holocaust, forms an integral part of the international political agenda. Although this dealing with the Holocaust appears normal for us today, this was not always the case, but is the result of extensive social and political processes. In the course of this development the awareness of the special relevance of the extermination of about 6 million Jews has increased. Since the 1990s a process has emerged, that can be characterized as the universalization of Holocaust remembrance. The commemoration of the extermination of the European Jews is no longer an exclusive part of the different national cultures of remembrance, but has become an integral part of international memorial policy. An important event in this context has been the “Stockholm International Forum on the Holocaust” in the year 2000 where mainly European leaders as well as other high-ranking politicians, historians and teachers engaged with Holocaust education, Holocaust remembrance and Holocaust research. The idea was to establish an international organization that would expand Holocaust education worldwide. The aim of the present dissertation is to show how the Luxembourgian school system deals with this traumatic event that is the Holocaust and how it reacts as a system to expectations towards Holocaust and schooling, to find out how the school system works. The dissertation does not address questions as to show how the Holocaust should be taught in schools nor whether or not the Holocaust should be taught in schools at all. The dissertation analyses the particularities of teaching the Holocaust, as well as its role in the curriculum in a broader understanding of an analysis of parliamentary debates, syllabi, teaching material and the school practice. The latter includes the classroom settings and the so-called alternative teaching material like scholarly resources on the Holocaust like films, visits to museums, to concentration and extermination camps or the use of testimony from Holocaust survivors.
Author(s): Picard, Jacques
Date: 2013
Date: 2021
Abstract: Bereits seit einigen Jahren schwelt eine Diskussion über einen neuen Antisemitismus. Im Fokus dieser Debatten finden sich immer häufiger Einwanderer:innen, vor allem aber Muslim:innen wieder. Als Folge kam der Begriff eines islamisierten Antisemitismus auf. Schnell wurden diese Diskussionen zu einem Politikum. Rechtsextreme Akteure wie die Alternative für Deutschland griffen die Hinweise auf Antisemitismus unter Muslim:innen auf und instrumentalisierten diese für ihre antimuslimische Agenda. Diese Instrumentalisierung wiederum macht es Menschen, die sich gegen antimuslimische Diskriminierung einsetzen, schwer, die Existenz eines muslimischen Antisemitismus anzuerkennen. Anhand unterschiedlichen empirischen Materials untersucht dieser Beitrag die Prävalenz antisemitischer Ressentiments unter Muslim:innen und wie diese mit der Persistenz von Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft zusammenhängen. Die Ergebnisse zeigen, dass traditionelle Formen des Antisemitismus und insbesondere israelbezogener Antisemitismus unter Muslim:innen besonders akzentuiert ausfällt. Der Antisemitismus, in muslimischen Submilieus, stellt neben dem ethnonationalen, rechtsextremen Antisemitismus eine Bedrohung für Jud:innen in Deutschland dar. Der Antisemitismus unter Muslim:innen stützt sich sowohl auf Narrative, die aus ihren Herkunftsländern stammen, sowie auf religiöse Quellen. Allerdings ist der Antisemitismus unter Muslim:innen in Deutschland geringer ausgeprägt als in den meisten Gesellschaften der islamischen Welt. Darüber hinaus sind schuldverleugnende Artikulationen von Antisemitismus nach wie vor ein Markenzeichen der autochthonen Bevölkerung und rechter politischer Milieus. Antisemitismus in Deutschland bedarf daher eines differenzierteren Verständnisses, als es noch vor wenigen Jahren notwendig erschien.
Author(s): Rüthers, Monica
Date: 2014
Abstract: Jews and Gypsies are marginal men in the cultural topographies of Europe. During the past 25 years, both minorities underwent a process of festivalization. Jewish Culture Festivals and Klezmer music as well as Gypsy Music Festivals and Balkan Beats became highly popular. Jewish and Gypsy spaces were established and serve as tourist borderzones for the encounters of "Europeans" with their exoticized Other. A new European folklore emerges, successfully blending kitsch and terror, remembrance and the romanticized nomadism of post-modern lifestyles. Two case studies of the Jewish Culture Festival in Kazimierz and the Gypsy pilgrimage to Saintes-Maries-de-la-Mer reveal telling asymmetries. After 1989, the imaginary Jews were located in the former Jewish districts of Central European cities such as Cracow, Prague and Budapest or Czernowitz. The Holocaust became the foundation of a common European culture of remembrance, a new European tradition. Gypsies are revered as musicians, yet reviled as people. The very same regions of Jewish encoded "Central Europe" shifted eastward on the mental maps as soon as the Roma were concerned. Europeans are in fear of a Roma "invasion" from the East. The European ambivalence towards its Others is symptomatic of a community striving to imagine itself. In this process, to have or have not a common European history plays a pivotal role. The imaginary Jews seem to embody a common multicultural "European" past, whilst the Roma "come from India". They are represented as belly-dancing Orientals and used for drawing boundaries excluding non-Europeans.
Author(s): Baugut, Philip
Date: 2021
Abstract: Rund 75 Jahre nach dem Holocaust verzeichnet die Polizei einen An-stieg antisemitischer Straftaten in Deutschland; als bedrohte Minderheit sorgen sich jüdi-sche Menschen um das gesellschaftliche Meinungsklima, das auch die etablierten Massen-medien prägen. Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Beitrag mit Hilfe des normativen Konzepts der „interkulturellen medialen Integration“ die medienjournalisti-sche Berichterstattung der Wochenzeitung Jüdische Allgemeine. Die Befunde der qualitati-ven Inhaltsanalyse von 168 Beiträgen zeigen, dass die vom Zentralrat der Juden in Deutschland herausgegebene Publikation in verschiedener Hinsicht heftige Kritik an etab-lierten Medien übt. So hätten einzelne Medien antisemitische Stereotype verbreitet, Perso-nen, die sich antisemitisch äußern, eine Plattform geboten und Antisemitismus als solchen nicht erkannt, relativiert oder negiert. Im Sinne einer differenzierten Medienkritik macht die Jüdische Allgemeine aber auch deutlich, welche Merkmale von Medieninhalten sie für wünschenswert hält, darunter Berichte über alltägliches jüdisches Leben in Deutschland, aber auch authentische Beiträge über Antisemitismus, in denen Betroffene zu Wort kom-men. Die Befunde können zum einen verstehen helfen, warum viele Jüd*innen in Europa Antisemitismus in den Medien als Problem sehen. Zum anderen liefern sie Produzierenden von Medienangeboten Hinweise darauf, welche Resonanz ihre Inhalte innerhalb der jüdi-schen Gemeinschaft finden.
Date: 2012
Abstract: Das Urteil des Landgerichts Köln vom Mai 2012 zur Beschneidung hat heftige Kritik hervorgerufen, weil es eine elementare rituelle Praxis von Juden und Muslimen kriminalisiert und Religion auf eine Angelegenheit des Strafrechts reduziert. Überraschend war die Intensität der folgenden Mediendebatte. Sie zeigte, dass es nicht allein um ein Ritual und seine Begründung, sondern um Grundfragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der religiösen Selbstbestimmung geht. Die Autorinnen und Autoren des Bandes leisten aus interdisziplinärer Perspektive einen Debattenbeitrag und werben um Verständnis für eine Tradition, die für Juden und Muslime nicht verhandelbar ist.

Inhaltsverzeichnis: Johannes Heil, Stephan J. Kramer: Das Zeichen des Bundes in der Kritik (9-14); I. Geschichte und Kultur. Joachim Friedrich Quack: Die traditionelle Beschneidung, ihr Verbot und ihre Sondergenehmigung im Alten Ägypten (17-22); Johannes Heil: Beschneidung als Motiv in Alteritätsdiskursen und Judenfeindschaft (23-35); Andreas Brämer: Die jüdische Beschneidungsfrage in Deutschland um 1850 (36-40); Daniel Krochmalnik: Mila und Schoa (41-50); Hanna Liss: Und auch meine Shabbate gab ich ihnen (51-60); Anat Feinberg: Brit Mila in der hebräischen Literatur (61-68); II. Recht und Rechte: Heiner Bielefeldt: Menschenrecht, kein Sonderrecht (71-82); Michael Germann: Die grundrechtliche Freiheit zur religiös motivierten Beschneidung (83-97); Kyrill-A. Schwarz: Die aus religiösen Gründen gebotene Beschneidung und das Verfassungsrecht (98-114); Franziska Kelle: Die Vereinbarkeit der rituellen Beschneidung bei Jungen mit der UN-Kinderrechtskonvention (115-133); Edward Schramm: Die Beschneidung von Knaben aus strafrechtswissenschaftlicher Sicht (134-145); Bijan Fateh-Moghadam: Strafrecht und Religion im liberalen Rechtsstaat (146-159); Benjamin Jokisch: Islamische Knabenbeschneidung in Deutschland (160-170); III. Medizin, Religion und Lebenspraxis: Robert Jütte: Die Medikalisierung eines religiösen Rituals - oder: von der wachsenden Deutungsmacht der Ärzte im Beschneidungsdiskurs (173-180); Antje Yael Deusel: Medizinische Aspekte der Brit Mila (181-190); Michael Bongardt: Vom Recht auf Freiheit und der Pflicht zur Toleranz (191-198); Gesa S. Ederberg: "durch dein Blut sollst du leben." (199-204); Giuseppe Veltri: (K)ein Konflikt zwischen Grundprinzipien: Das Wohl des Menschen und der jüdische Brauch der Beschneidung (205-216); IV. Die Debatte: Peter Widmann: Ein Gerichtsurteil und seine mediale Inszenierung (219-227); Micha Brumlik: Ein Urteil aus Köln - Der Gesetzgeber vor dem Ernstfall (228-232); Birgit E. Klein: Brit Mila: Innerjüdische Kritik und die Konstruktion von Geschlecht und Geschlechterrollen (233-255); Havva Engin: Die deutsche Beschneidungsdebatte: Anmerkungen aus muslimischer Perspektive (256-260); Ulrich Deutschmann: Der Balken in meinem Auge (261-263); Juliane Wetzel: Judenfeindliche Stereotypisierungen: Das Beschneidungsurteil im öffentlichen Diskurs (264-276).
Date: 2016