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Author(s): Drouot, Benoît
Date: 2025
Author(s): Feller, Yaniv
Date: 2026
Date: 2026
Author(s): Rajal, Elke
Date: 2018
Author(s): Dziri, Amir
Date: 2024
Abstract: Seit einigen Jahren dokumentiert die Antisemitismusforschung eine starke Zunahme von antisemitisch motivierten Äusserungen und Angriffen in diversen europäischen Ländern, sowie jüngst auch in der Schweiz. Dieser Umstand schlägt sich nieder in einer intensiven Diskussion über die Hintergründe und Ursachen dieser Zunahme, die unter dem Stichwort «Neuer Antisemitismus» zusammengefasst ist. Neben der Frage, inwiefern diese Zunahme auf Kontinuitäten judenfeindlicher Ressentiments christlich-religiöser, rassistisch-nationalistischer oder links-ideologischer Hintergrundfolien zurückzuführen ist, rückt auch die Frage nach judenfeindlichen Einstellungen in muslimisch sozialisierten Kontexten in den Vordergrund. Vor diesem Hintergrund verbindet das vorliegende Heft Expertisen aus der Antisemitismus-Forschung, der Geschichtsdidaktik, der interreligiösen Bildungsarbeit, der Islamwissenschaft wie auch der Islamisch-theologischen Studien, um der Herausforderung einer sachgerechten Darstellung in den je als notwendig erachteten Bezügen und Faktoren gerecht zu werden. Damit soll ein Beitrag geleistet werden für eine interkulturelle Antisemitismus-Aufklärung, die sich vor dem Hintergrund einer aktuellen gesellschaftlichen Aufgabe versteht und Verwertungsmöglichkeiten für die gesellschaftliche Bildungsarbeit aufzeigt. Akteur:innen aus der öffentlichen und religiösen Bildungsarbeit bietet das Heft eine interdisziplinäre Expertise, auf deren inhaltlichen Grundlagen eigene Formate und Angebote aufbauen können. Die interdisziplinäre Verzahnung bietet Fachwissenschafter:innen einen Einstieg in einen sich neu zusammensetzenden thematischen Blickwinkel in der Antisemitismusforschung. Die interessierte Öffentlichkeit gewinnt aus dem Heft eine kenntnisreiche Darstellung, die der Begleitung gesellschaftlicher Diskussionen dienlich sein kann.
Translated Title: Antisemitism
Editor(s): Achour, Sabine
Date: 2024
Abstract: Im Oktober 2019 übte ein bekennender Rechtsextremist am höchsten jüdischen Feiertag – Jom Kippur – in Halle ein Attentat aus, bei dem er explizit betende Jüdinnen und Juden in der Synagoge ermorden wollte. Seit dem Terrorakt der Hamas am 7. Oktober 2023 im Süden Israels und dem darauffolgenden Krieg erleben wir weltweit eine neue und andere Welle des Antisemitismus. Während einige Menschen aus dem linken und dem muslimischen Spektrum Israel das Existenzrecht absprechen, stehen nun rechte und rechtsextreme Politiker:innen vermeintlich an der Seite Israels. Diese Gemengelage kanalisiert sich in antisemitischem Hass und Hetze, sowohl online als auch auf den Straßen. Sie richten sich zwar zunächst augenscheinlich gegen „die Juden“, sind aber vielmehr eine Bedrohung unserer gesamten Demokratie, die die Rechte von Minderheiten schützen und stärken und die das friedliche Zusammenleben aller gewährleisten soll. Die genannten Beispiele des Hasses, die in ihrer Brutalität aus dem in Deutschland nachweislich verbreiteten „Alltagsantisemitismus“ herausstechen, zeugen von der Transformations- und Anschlussfähigkeit des Phänomens Antisemitismus. Nach dem Attentat in Halle schrieb das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Jahr 2020 die Förderlinie „Aktuelle Dynamiken und Herausforderungen des Antisemitismus“ aus. In zehn bundesweit aufgestellten Forschungsverbünden wurden in den vergangenen vier Jahren sowohl grundlegende als auch praxisorientierte Untersuchungen zu unterschiedlichen Dimensionen, Akteur:innen und Adressat:innen bearbeitet. Mit dieser Ausgabe von Politikum werden Ergebnisse aus diesen, aber auch weiteren Forschungen vorgestellt. Dabei wird u. a. den Fragen nachgegangen, welche Vor- und Nachteile die derzeit heftig debattierten Antisemitismusdefinitionen bieten, wie israelbezogener Antisemitismus von legitimer Kritik an der Regierung Israels unterschieden werden kann, wie Deepfakes antisemitische Narrative bedienen und wie man sie dekonstruiert oder auch, ob Graphic Novels als Unterrichtsmaterial in der Antisemitismusprävention geeignet sind. Mit den Einordnungen, Bestandsaufnahmen und Empfehlungen laden wir ein, sich mit unterschiedlichen Aspekten des Phänomens zu befassen, und bieten Einblicke in aktuelle Forschungen und neueste Materialien.

Stefanie Schüler-Springorum
„Der ewige Antisemitismus“

Armin Pfahl-Traughber
Israelbezogener Antisemitismus oder legitime Kritik?
Kursierende Definitionen zur Differenzierung kritisch geprüft

Thomas Haury
Schwierige Gemengelagen
Zur Unterscheidung von israelbezogenem Antisemitismus und nicht-antisemitischen Antizionismen in Geschichte und Gegenwart

Sara Han
Die Verbindung zwischen christlichem Antisemitismus und der Neuen Rechten in Deutschland

Sina Arnold
„Importierter“ Antisemitismus?
Zur Funktionalität eines zweifelhaften Konzepts

Sarah Jadwiga Jahn
„From the river to the sea, Palastine will be free“
Herausforderungen und Perspektiven für den Rechtsstaat

Marcus Scheiber
Antisemitische Deepfakes
Dekonstruktion über Bildwissen

Ursula Hennigfeld
Antisemitismusprävention im Schulunterricht
Kriterien zum Einsatz von Graphic Novels

Projekt RESPOND!
Antisemitismus in den sozialen Medien junger Menschen
Ein Training zur Stärkung der Medien- und Handlungskompetenz

Matthias Springborn
Geldverleiher im Mittelalter?
Herausforderungen bei der Darstellung von Jüdinnen und Juden, vom Judentum und von Israel in Schulbüchern

Philipp Graf und Alexander Weidle
Das Objekt zum Subjekt machen
Jüdische Alltagskultur in Deutschland vermitteln