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Date: 2026
Date: 2022
Abstract: Eigentlich könnte doch alles ganz einfach sein, oder? Antisemitismus und Rassismus sind beides menschenfeindliche Einstellungen, die von allen bekämpft werden müssen; die Kritik dieser Ideologien müsste deshalb stets zusammen geleistet werden. In der Praxis kommt es jedoch immer wieder zu Unvereinbarkeiten, handfesten Auseinandersetzungen und Grabenkämpfen, mit wechselseitigen Ausschlüssen, Relativierungen, Beschuldigungen und einem Klima des Argwohns. Hinzu kommt, dass die historischen und theoretischen Bezugnahmen von Rassismus- und Antisemitismuskritik sehr verschieden sind.

„Frenemies“ umzirkelt das Problemfeld, fragt nach den Gründen der Auseinandersetzungen, sucht nach Gemeinsamkeiten, ohne dabei Unvereinbarkeiten und Selbstansprüche der beiden Kritikformen zu relativieren.

Das Buch versammelt kurze Texte von Forscher*innen, Bildungspraktiker*innen, Aktivist*innen, die jeweils als Antworten zu „naiven Fragen“ dargestellt werden – in Form eines „FAQ“. Was unterscheidet Antisemitismus und Rassismus? Gibt es Verbindungen zwischen Nationalsozialismus und Kolonialismus? Ist BDS antisemitisch? Sind Juden und Jüdinnen „weiß“? Wie werden diese Debatten in anderen Ländern geführt? Der Anspruch des Buches ist es, einen niedrigschwelligen Einstieg in ein komplexes, wenngleich sehr präsentes und konfliktreiches Themenfeld zu liefern. Die Schwerpunkte liegen auf Antisemitismus, antimuslimischem und anti-Schwarzem Rassismus.

Mit Beiträgen von: Rebecca Ajnwojner, Julia Yael Alfandari, Sina Arnold, Felix Axster, Manuela Bauche, Joseph Benamram, Karima Benbrahim, Jonas Berhe, Floris Biskamp, Micha Brumlik, Saba-Nur Cheema, Harpreet Cholia, Johanna Christner, Frank Engster, Leo Fischer, Adi Hagin, Albert Herszkowicz, Robert Hirsch, Malte Holler, Günther Jikeli, Ozan Zakariya Keskinkılıç, Ayesha Khan, Michael Kiefer, Jana König, Gert Krell, Memphis Krickeberg , Deborah Krieg, Mahret Ifeoma Kupka, Doris Liebscher, Urs Lindner, Aram Lintzel, Hanno Loewy, Meron Mendel, Astrid Messerschmidt, Gunnar Meyer, Ronya Othmann, Jonas Pardo, Hannah Peaceman, Massimo Perinelli, Hanno Plass, Bruno Quélennec, Gilda Sahebi, Michal Schwartze, Claudius Seidl, Gil Shohat, Yasemin Shooman, Frank-Oliver Sobich, Riem Spielhaus, Tom Uhlig, Peter Ullrich, Stefan Vogt, Burak Yılmaz, Milena Younes-Linhardt, Jürgen Zimmerer und Zacharias Zoubir.
Author(s): Dziri, Amir
Date: 2024
Abstract: Seit einigen Jahren dokumentiert die Antisemitismusforschung eine starke Zunahme von antisemitisch motivierten Äusserungen und Angriffen in diversen europäischen Ländern, sowie jüngst auch in der Schweiz. Dieser Umstand schlägt sich nieder in einer intensiven Diskussion über die Hintergründe und Ursachen dieser Zunahme, die unter dem Stichwort «Neuer Antisemitismus» zusammengefasst ist. Neben der Frage, inwiefern diese Zunahme auf Kontinuitäten judenfeindlicher Ressentiments christlich-religiöser, rassistisch-nationalistischer oder links-ideologischer Hintergrundfolien zurückzuführen ist, rückt auch die Frage nach judenfeindlichen Einstellungen in muslimisch sozialisierten Kontexten in den Vordergrund. Vor diesem Hintergrund verbindet das vorliegende Heft Expertisen aus der Antisemitismus-Forschung, der Geschichtsdidaktik, der interreligiösen Bildungsarbeit, der Islamwissenschaft wie auch der Islamisch-theologischen Studien, um der Herausforderung einer sachgerechten Darstellung in den je als notwendig erachteten Bezügen und Faktoren gerecht zu werden. Damit soll ein Beitrag geleistet werden für eine interkulturelle Antisemitismus-Aufklärung, die sich vor dem Hintergrund einer aktuellen gesellschaftlichen Aufgabe versteht und Verwertungsmöglichkeiten für die gesellschaftliche Bildungsarbeit aufzeigt. Akteur:innen aus der öffentlichen und religiösen Bildungsarbeit bietet das Heft eine interdisziplinäre Expertise, auf deren inhaltlichen Grundlagen eigene Formate und Angebote aufbauen können. Die interdisziplinäre Verzahnung bietet Fachwissenschafter:innen einen Einstieg in einen sich neu zusammensetzenden thematischen Blickwinkel in der Antisemitismusforschung. Die interessierte Öffentlichkeit gewinnt aus dem Heft eine kenntnisreiche Darstellung, die der Begleitung gesellschaftlicher Diskussionen dienlich sein kann.
Translated Title: Antisemitism
Editor(s): Achour, Sabine
Date: 2024
Abstract: Im Oktober 2019 übte ein bekennender Rechtsextremist am höchsten jüdischen Feiertag – Jom Kippur – in Halle ein Attentat aus, bei dem er explizit betende Jüdinnen und Juden in der Synagoge ermorden wollte. Seit dem Terrorakt der Hamas am 7. Oktober 2023 im Süden Israels und dem darauffolgenden Krieg erleben wir weltweit eine neue und andere Welle des Antisemitismus. Während einige Menschen aus dem linken und dem muslimischen Spektrum Israel das Existenzrecht absprechen, stehen nun rechte und rechtsextreme Politiker:innen vermeintlich an der Seite Israels. Diese Gemengelage kanalisiert sich in antisemitischem Hass und Hetze, sowohl online als auch auf den Straßen. Sie richten sich zwar zunächst augenscheinlich gegen „die Juden“, sind aber vielmehr eine Bedrohung unserer gesamten Demokratie, die die Rechte von Minderheiten schützen und stärken und die das friedliche Zusammenleben aller gewährleisten soll. Die genannten Beispiele des Hasses, die in ihrer Brutalität aus dem in Deutschland nachweislich verbreiteten „Alltagsantisemitismus“ herausstechen, zeugen von der Transformations- und Anschlussfähigkeit des Phänomens Antisemitismus. Nach dem Attentat in Halle schrieb das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Jahr 2020 die Förderlinie „Aktuelle Dynamiken und Herausforderungen des Antisemitismus“ aus. In zehn bundesweit aufgestellten Forschungsverbünden wurden in den vergangenen vier Jahren sowohl grundlegende als auch praxisorientierte Untersuchungen zu unterschiedlichen Dimensionen, Akteur:innen und Adressat:innen bearbeitet. Mit dieser Ausgabe von Politikum werden Ergebnisse aus diesen, aber auch weiteren Forschungen vorgestellt. Dabei wird u. a. den Fragen nachgegangen, welche Vor- und Nachteile die derzeit heftig debattierten Antisemitismusdefinitionen bieten, wie israelbezogener Antisemitismus von legitimer Kritik an der Regierung Israels unterschieden werden kann, wie Deepfakes antisemitische Narrative bedienen und wie man sie dekonstruiert oder auch, ob Graphic Novels als Unterrichtsmaterial in der Antisemitismusprävention geeignet sind. Mit den Einordnungen, Bestandsaufnahmen und Empfehlungen laden wir ein, sich mit unterschiedlichen Aspekten des Phänomens zu befassen, und bieten Einblicke in aktuelle Forschungen und neueste Materialien.

Stefanie Schüler-Springorum
„Der ewige Antisemitismus“

Armin Pfahl-Traughber
Israelbezogener Antisemitismus oder legitime Kritik?
Kursierende Definitionen zur Differenzierung kritisch geprüft

Thomas Haury
Schwierige Gemengelagen
Zur Unterscheidung von israelbezogenem Antisemitismus und nicht-antisemitischen Antizionismen in Geschichte und Gegenwart

Sara Han
Die Verbindung zwischen christlichem Antisemitismus und der Neuen Rechten in Deutschland

Sina Arnold
„Importierter“ Antisemitismus?
Zur Funktionalität eines zweifelhaften Konzepts

Sarah Jadwiga Jahn
„From the river to the sea, Palastine will be free“
Herausforderungen und Perspektiven für den Rechtsstaat

Marcus Scheiber
Antisemitische Deepfakes
Dekonstruktion über Bildwissen

Ursula Hennigfeld
Antisemitismusprävention im Schulunterricht
Kriterien zum Einsatz von Graphic Novels

Projekt RESPOND!
Antisemitismus in den sozialen Medien junger Menschen
Ein Training zur Stärkung der Medien- und Handlungskompetenz

Matthias Springborn
Geldverleiher im Mittelalter?
Herausforderungen bei der Darstellung von Jüdinnen und Juden, vom Judentum und von Israel in Schulbüchern

Philipp Graf und Alexander Weidle
Das Objekt zum Subjekt machen
Jüdische Alltagskultur in Deutschland vermitteln
Date: 2024
Date: 2025
Date: 2025
Abstract: Pole/Jew brings together a group of scholars—about half of them Jewish, about half of them ethnic Poles—from the United States, Poland, the United Kingdom, and Canada and enlists their diverse methodological and generational perspectives to push debates over Polish-Jewish relations beyond entrenched and reductive positions. At the core of the volume are the following questions:

–What impact has the Holocaust had on Polish history and Polish literature?
–How has the Holocaust affected Polish-Jewish—and Polish—identity?
–What future is there for relations between Poland’s small Jewish minority and the country’s overwhelming ethnic Polish majority? Between Poland and Israel? Between Jews of the diaspora and ethnic Poles abroad?
–Which research areas have yet to be addressed or revisited and reexamined?
–Are there ways to move beyond the reductive notion of 1989 (i.e., the fall of the communist regime in Poland) as wall and fulcrum?

By addressing these compelling questions, this volume offers fresh perspectives and encourages a nuanced understanding of Polish-Jewish relations.

Contributors:

M. B. B. Biskupski
Robert Blobaum
John J. Bukowczyk
Patrice M. Dabrowski
Halina Filipowicz
Agnieszka Jeżyk
Bożena Karwowska
Kamil Kijek
Kate Korycki
Elżbieta Kossewska
Grażyna J. Kozaczka
Stanisław Krajewski
Adam Lipszyc
Wiktor Marzec
Alina Molisak
Stanisław Obirek
Benjamin Paloff
Antony Polonsky
Brian Porter-Szűcs
Piotr Puchalski
Roma Sendyka
Dariusz Stola
Katarzyna Zechenter
Joshua D. Zimmerman
Geneviève Zubrzycki
Sławomir Jacek Żurek

Date: 2024
Abstract: The World Wide Web (WWW) and digitisation have become important sites and tools for the history of the Holocaust and its commemoration. Today, some memory institutions use the Internet at a high professional level as a venue for self-presentation and as a forum for the discussion of Holocaust-related topics for potentially international, transcultural and interdisciplinary user groups. At the same time, it is not always the established institutions that utilise the technical possibilities and potential of the Internet to the maximum. Creative and sometimes controversial new forms of storytelling of the Holocaust or more traditional ways of remembering the genocide presented in a new way with digital media often come from people or groups who are not in the realm of influence of the large memorial sites, museums and archives. Such "private" stagings have experienced a particular upswing since the boom of social media. This democratisation of Holocaust memory and history is crucial though it is as yet undecided how much it will ultimately reinforce old structures and cultural, regional or other inequalities or reinvent them.

The “Digital space” as an arbitrary and limitless archive for the mediation of the Holocaust spanning from Russia to Brazil is at the centre of the essays collected in this volume. This space is also considered as a forum for negotiation, a meeting place and a battleground for generations and stories and as such offers the opportunity to reconsider the transgenerational transmission of trauma, family histories and communication. Here it becomes evident: there are new societal intentions and decision-making structures that exceed the capabilities of traditional mass media and thrive on the participation of a broad public.
Date: 2025
Date: 2023
Date: 2023
Date: 2024
Date: 2024
Date: 2024
Abstract: Antisemitismus als leidenschaftliche Welt(um-)deutung findet nicht erst seit dem 7. Oktober 2023 über den Kreis der „üblichen Verdächtigen“ im Rechtsextremismus hinaus Anklang. Der Band zeigt die Persistenz, Wandelbarkeit und globale Verbreitung judenfeindlicher Vorstellungen und Äußerungsformen auf und verfolgt sie von der Antike bis in die Telegram-Chats, Universitätshörsäle und Demonstrationen der Gegenwart.

Der interdisziplinär ausgerichtete Band versammelt antisemitismuskritische Studien junger Antisemitismusforscher*innen, die neue Schlaglichter auf die Akteur*innen, sich wandelnden Kommunikationsmodi und milieu- und kontextabhängigen Spezifika eines zunehmend global vernetzten antisemitischen Diskurses werfen. Über die offenen Erscheinungsformen judenfeindlicher Ressentiments hinaus verweist er auf die Virulenz latenter, halb- und unbewusst tradierter sowie bewusst codierter Vorstellungen über „die Juden“, „das Jüdische“ oder den jüdischen Staat Israel. Letzterer ist nicht erst seit, aber gegenwärtig wieder verstärkt infolge des Hamas-Pogroms vom 7. Oktober 2023 Gegenstand antisemitischer Agitationen, wobei gefühlte Wahrheiten über den Staat und den arabisch-israelischen Konflikt den öffentlichen Diskurs prägen. Die Analysen des Bandes stellen die Gemeinsamkeiten dieser Vorstellungen und Äußerungen heraus, in denen „die Juden“ oder Israel als Projektionsflächen für die Ängste und Wünsche der antisemitisch denkenden Subjekte dienen, und verweisen auf die Notwendigkeit einer kritischen und hörbaren Antisemitismusforschung nach der Zäsur des 7. Oktober.
Date: 2023
Abstract: Ob im Klassenzimmer oder auf dem Sportplatz, in der Sozialen Arbeit oder der deutschen Erinnerungskultur – Antisemitismus ist immer noch trauriger Alltag in der postnazistischen Migrationsgesellschaft Deutschlands. Die Autor*innen beleuchten Kontinuitätslinien und aktuelle Entwicklungen des Antisemitismus in der Bundesrepublik und blicken auf Akteur*innen, Ideologien und die Möglichkeiten von Bildung gegen Antisemitismus.

In der spezifischen Konstellation von postnazistischen ideologischen Kontinuitäten mit rassistischen und antisemitischen Deutungsmustern und gleichzeitig zunehmend (post-)migrantischen Identitäten wird gerade Antisemitismus immer wieder zum Gegenstand von Konflikten um Deutungsmacht und Aushandlungsprozessen. Während die Mehrheitsgesellschaft sich gerne für ihre vermeintlich gelungene Erinnerungskultur feiert und Antisemitismus externalisiert, in dem sie ihn mit dem Prädikat „importiert“ versieht, finden sowohl klassisch wie insbesondere auch israelbezogene antisemitische Narrative überdurchschnittlich großen Anklang in migrantischen Communities. Unabhängig davon, von welcher Gruppe sie gerade angefeindet – oder instrumentalisiert – werden: Für Jüdinnen und Juden in Deutschland ist Antisemitismus alltäglich sichtbar.
Die antisemitischen Phänomene und Diskurse zu benennen und zu analysieren ist Ziel der Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung, die insbesondere Nachwuchswissenschaftler*innen die Gelegenheit bietet, die Ergebnisse ihrer Forschung zum Thema zu präsentieren. Der vorliegende Sammelband ist dabei Auftakt einer Reihe kritischer Auseinandersetzungen mit gegenwärtigen und historischen Erscheinungsformen, Ursachen und Lösungsansätzen des Antisemitismus in der deutschen Gegenwartsgesellschaft. Seine interdisziplinäre Ausrichtung liefert wichtige Anknüpfungspunkte aus diversen Perspektiven.