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Date: 2025
Date: 2023
Abstract: Der aktuelle Krieg im Nahen Osten infolge des Terrors der Hamas gegen Israel am 7. Oktober wirkt sich auch in Deutschland aus – und offenbart Risse in der Gesellschaft. Besorgniserregend ist ein immer offener zutage tretender Antisemitismus, der sich nicht allein auf deutschen Straßen äußert, wenn dort die Taten der Hamas gefeiert werden. Er zeigt sich auch in einem dramatischen Anstieg antisemitischer Übergriffe. Vor allem Antisemitismus in der muslimischen Bevölkerung ist erneut in den Fokus der öffentlichen Debatten gerückt. Gleichzeitig erfahren auch
Muslim:innen derzeit in hohem Maße Anfeindungen. Wir erleben insgesamt ein Klima der Verrohung, in dem sich immer mehr Leute trauen, diskriminierende und hasserfüllte Positionen zu äußern, ob im Internet oder auf der Straße.

Wie verhindern wir, dass sich Vorurteile und Hatespeech gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen in der derzeitigen politischen Krise weiter verstärken? Wie können wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt
angesichts der aktuellen Lage sichern? Und wie können wir allen Formen menschenverachtender Haltungen –
ob antisemitische oder antimuslimische – erfolgreich entgegentreten?

Vor dem Hintergrund dieser drängenden Fragen gibt der vorliegende Beitrag einen ersten Einblick in eine laufende Studie der Bertelsmann Stiftung zu antisemitischen und antimuslimischen Einstellungen in Deutschland. Die Grundlage bildet der Religionsmonitor 2023, der auch international vergleichende Daten liefert. Die Zahlen für den Religionsmonitor wurden vor der aktuellen Verschärfung des Nahostkonflikts erhoben, werfen aber ein Licht auf wichtige zugrunde liegende Faktoren. Der vollständige Bericht zu diesem Themenfeld wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.
Date: 2025
Abstract: October 7, 2023 is regarded as the deadliest massacre of Jews since the Shoah and marks a historical turning point. Since then, the repercussions of this terrorist attack and the subsequent Hamas-Israel war have been intensely debated. Antisemitic and violence-glorifying incidents in certain Muslim-migrant milieus have triggered emotionally charged debates on so-called “Muslim antisemitism.” However, little is known so far about the broader impact of October 7 and the war on the Muslim population in Germany. This study is based on a secondary analysis of the dataset Muslim Faith in Germany, collected between July 2023 and April 2024, and allows for a quasi-experimental before-and-after comparison in line with the Unexpected Event During Survey Design (N = 712 before, N = 1119 after October 7). The findings indicate that antisemitism among Muslims in Germany has changed significantly but only marginally since October 7, 2023, with consistently high approval rates between 30% and 35% for pronounced traditional antisemitism and between 23% and 19% for pronounced Israel-related antisemitism. Striking is the notable increase in radicalization potential: antisemitism—particularly in its Israel-related form—is significantly more strongly associated after October 7 with willingness to participate in unauthorized demonstrations, readiness for self-sacrifice, sympathies for Islamist actors, and acceptance of violence and terrorism as a means to enforce Muslim interests. Regression analyses show that especially lacking political integration, high fundamentalism, and threat perception are significantly associated with antisemitism after October 7. Implications for research and practice are discussed, regarding the strengthening of political trust, the dismantling of fundamentalism, and the reduction of collective threat perceptions.
Date: 2026
Abstract: Wie zeigt sich Antisemitismus auf Versammlungen im öffentlichen Raum? Welche Parolen, Symbole und Narrative treten wiederholt auf? Und was bedeutet es für Jüdinnen und Juden, wenn gewaltverherrlichende und delegitimierende Sprache auf Demonstrationen normalisiert wird? Diesen Fragen geht die neue Veröffentlichung „Lagebild Antisemitismus. Feldbeobachtung im öffentlichen Raum“ nach. Sie bündelt eigene Beobachtungen von 76 Versammlungen aus dem ersten Halbjahr 2026, in dem das JFDA insgesamt 329 antisemitische Vorfälle dokumentiert hat. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der isolierte Vorfall, sondern die Frage, welche Muster sich über verschiedene Versammlungen hinweg zeigen und fachlich einordnen lassen.

Das Lagebild macht sichtbar, dass die Bewertung einer Versammlung nicht bei der Frage endet, ob sie polizeilich als friedlich gilt. Entscheidend ist vielmehr, welche Inhalte im öffentlichen Raum wiederholt artikuliert werden, welche Feindbilder sie transportieren und welche Wirkung sie auf jüdische Sichtbarkeit, demokratische Öffentlichkeit und zivilgesellschaftliche Beobachtung entfalten. Bei den Feldbeobachtungen zeigten sich dabei vor allem die Dämonisierung und Delegitimierung Israels, entmenschlichende Zuschreibungen, Gewalt- und Vernichtungssemantik, NS-Vergleiche und Umkehrungen der Schoa-Erinnerung sowie verschwörungsideologische Erzählungen. Die Veröffentlichung richtet sich an Öffentlichkeit, Zivilgesellschaft, politische Bildung, Medien und zuständige Stellen. Sie bietet eine Grundlage, um antisemitische Dynamiken auf Versammlungen nicht nur punktuell wahrzunehmen, sondern in ihren wiederkehrenden Formen, Anschlussfähigkeiten und Wirkungen einzuordnen. Zugleich verdeutlicht sie, dass eine kontinuierliche, quellengebundene Feldbeobachtung notwendig bleibt, um solche Entwicklungen nachvollziehbar zu dokumentieren und über einzelne Ereignisse hinaus vergleichbar zu machen.
Author(s): Lauer, Stefan
Date: 2026
Abstract: Der Kampf gegen Antisemitismus in Berlin hat einen blinden Fleck: Er denkt international geprägte Szenen, die sich zum Teil als queer definieren oder mit queeren Szenen überlappen, nicht mit. Das ist nicht neu, aber es wird seit dem 7. Oktober 2023 immer deutlicher sichtbar. Queers mobilisieren zu israelfeindlichen Demos, es kommt zu Übergriffen auf Jüdinnen*Juden. Wer Teil der Szene sein will, muss sich antizionistisch positionieren.

Dieses Dossier soll einen Eindruck des Ist-Zustands in Hinblick auf Antisemitismus in Teilen der queeren Community Berlins vermitteln. Dabei handelt es sich um ein Schlaglicht, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Längst nicht alle Auseinandersetzungen, die in den vielen unterschiedlichen queeren Szenen und Orten geführt werden, können hier abgebildet werden. Das Dossier wird Grundlagen der kritischen Auseinandersetzung mit Antisemitismus und israelbezogenem Antisemitismus erläutern. Homonationalismus und Pinkwashing sind zwei miteinander verbundene Begriffe der Queer-Theorie, die kritisch eingeordnet werden, weil sie zentral für den Blick unterschiedlicher queerer Szenen auf den Israel-Palästina-Konflikt, den sogenannten Nahostkonflikt, sind. Es zeichnet nach, wie sich antisemitismus in den letzten Jahren in queeren Szenen gezeigt und was sich seit dem 7. Oktober 2023 verändert hat.

Welche Verbindungen dabei bestehen und wie die Szenen und Akteure aufgestellt sind, zeigen zwei Exkurse: einer zur BDS-Kampagne und ihrer Rolle als aktuell dominierende Form des Antisemitismus — und einer zur Clubkultur, als bedeutender Ort der Austragung. Wie Antisemitismus in queeren Szenen aussehen kann, belegen Zitate aus Interviews, die für diesen Text geführt wurden: mit Queers, Bündnissen und Verbänden.
Date: 2025
Abstract: — 2025 dokumentierten die RIAS-Meldestellen insgesamt 8725 antisemitische Vorfälle. Damit bewegte sich das Vorfallgeschehen weiter auf dem hohen Niveau von 2024. Rechnerisch ereigneten sich 2025 knapp 24 antisemitische Vorfälle pro Tag.
— Einzelne Entwicklungen des Kriegsgeschehens im Nahen Osten – etwa die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2025 – hatten kaum Auswirkungen auf die Zahl der antisemitischen Vorfälle.
— Antisemitismus äußerte sich 2025 in 4 Vorfällen extremer Gewalt, 178 Angriffen und 257 Bedrohungen.
— 2025 dokumentierte RIAS insgesamt 1744 Versammlungen mit antisemitischen Vorkommnissen. Das sind rechnerisch knapp 34 pro Woche. 89% dieser Vorfälle konnten der Erscheinungsform des israelbezogenen Antisemitismus zugeordnet werden.
— 68% aller dokumentierten Vorfälle ordnete RIAS 2025 dem israelbezogenen Antisemitismus zu. Damit war dies – wie schon 2024 – mit Abstand die häufigste inhaltliche Erscheinungsform von Antisemitismus.
— Auch die Zahl der Vorfälle von antisemitischem Othering oder Post-Schoa-Antisemitismus ohne thematischen Bezug zu Israel war 2025 deutlich höher als in der Zeit vor dem 7. Oktober 2023.
— Bei den antisemitischen Vorfällen, die RIAS eindeutig einem politisch-weltanschaulichen Hintergrund zuordnen konnte, war antiisraelischer Aktivismus mit fast 23% aller Vorfälle die häufigste Kategorie. Dieser Anteil war etwas geringer als 2024 (26%), während sich der Anteil antisemitischer Vorfälle mit links-antiimperialistischem Hintergrund im Vergleich zum Vorjahr von 4% auf 6% erhöhte.
— 807 antisemitische Vorfälle hatten 2025 einen rechtsextremen Hintergrund, was mit eine Anteil von 9% aller einen neuen Höchststand markiert. 2024 gab es 562 Vorfälle in dieser Kategorie.
— Die Anzahl antisemitischer Vorfälle, die sich unmittelbar gegen Jüdinnen:Juden oder Israelis richteten, ist seit dem 7. Oktober 2023 anhaltend hoch. 2025 gab es 825 solche Vorfälle.
— Die Zahl antisemitischer Vorfälle im Internet war 2025 höher als im Vorjahr. Sie stieg von 1996 auf 2314 Vorfälle. Insgesamt registrierte RIAS im letzten Jahr 27% aller antisemitischen Vorfälle online – im Vergleich zu 23% im Jahr 2024. 43% aller Bedrohungen ereigneten sich Online.
— RIAS dokumentierte 2025 knapp 300 antisemitische Vorfälle, die mit Rassismus verschränkt waren. Dies war die häufigste Form einer Verschränkung mit anderen Ideologien der Ungleichheit im letzten Jahr.
Author(s): Stögner, Karin
Date: 2026
Abstract: Antisemitism and Sexism: Ideological Constellations Before and After 7 October analyses the manifold ways in which antisemitism and sexism appear not as isolated ideologies but as intersecting ones, exploring their historical, social, political, economic, and psychological constellations. Drawing on Critical Theory, the book offers a comparative historical analysis of these entanglements from nineteenth-century Europe—particularly Germany and Austria—through National Socialism and its preconditions, to the historical and contemporary formations of Islamism. The sexist antisemitism of 7 October and its aftermath are examined as a contemporary eruption of these enduring ideological patterns, while Critical Theory itself is sharpened in light of these events.

Structured around distinct analytical dimensions, the book opens with a theoretically dense examination of the damaged relationship between human beings and nature under modern labour society, identified by Critical Theory as a key source of both antisemitism and sexism. Subsequent chapters analyse the contradictory constructions of Judaism and femininity, the relation between body and mind, and socially regulated forms of sexuality. Conspiracy myths linking weakness and omnipotence, the psychosocial roots of authoritarian dispositions, and the embedding of these ideologies in specific formations of capitalist modernity and repressive communities are examined in turn. The book also offers a critical examination of intersectional feminist antisemitism in the aftermath of 7 October and advances a proposal to reformulate intersectionality as an ideology-critical framework for a feminist critique of antisemitism.
Date: 2026
Date: 2026
Date: 2026
Date: 2024
Abstract: Der 7. Oktober 2023, der brutale Terrorangriff der Hamas auf Israel mit rund 1200 Ermordeten und hunderten Verschleppten und der anschließende Krieg in Gaza markieren auch hierzulande eine Zäsur. Unmittelbar nach Bekanntwerden des Terrorangriffs der Hamas auf Israel am 7. Oktober und des kurz darauf beginnenden
und zum Veröffentlichungszeitpunkt dieser Publikation noch laufenden Krieges in Gaza, erreichte die Bildungsstätte Anne Frank eine Flut an Anfragen. Insbesondere Lehrkräfte und andere an Schule beschäftigte Fachkräfte meldeten sich mit der Bitte nach Beratung und Fortbildung zum Umgang mit Terror, Krieg und den sich daran entzündenden Folgen hierzulande.

Unser Team reagierte schnell mit einer Vielzahl ad hoc durchgeführter digitaler Gesprächsangebote, mit Fortbildungen vor Ort, mit Veranstaltungen, Publikationen und Materialien. Den ersten Jahrestag des
7. Oktobers 2023 nahmen wir zum Anlass, die aktuellen Bedarfe an Schulen systematisch zu erfassen – eine Lücke, die wir mit einer Online-Umfrage unter Lehrkräften schließen. Ziel war es zu erfassen, ob und in welcher Weise der 7. Oktober 2023 und der Gaza-Krieg ein Jahr später noch Thema in den Schulen sind, wie die Lehrkräfte damit umgehen und welche Unterstützung sie sich dabei wünschen.

Zwischen dem 09.09.24 und 23.09.24 haben sich 159 Lehrkräfte aller Schulformen, vor allem aus Gymnasien, Berufs- und Gesamtschulen und mit 98 Prozent überwiegend aus Hessen, an der Umfrage beteiligt. Ihnen und ihren aussagekräftigen Antworten, die wir auf den folgenden Seiten präsentieren, gilt unser ausdrücklicher
Dank. Ihre Antworten zeigen, dass dem Thema große Wichtigkeit beigemessen wird und einzelne Lehrkräfte im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchen, den sogenannten Nahostkonflikt zu thematisieren – dass strukturelle Zwänge, insbesondere mangelnde zeitliche Kapazitäten, einen angemessenen Umgang mit der Thematik
aber erschweren.

Die Umfrage bestätigt uns in unserer Forderung nach einer Bildungsoffensive, die Schulen in all ihrer Heterogenität dazu befähigt und sie mit den entsprechenden zeitlichen und materiellen Ressourcen ausstattet, den Nahostkonflikt und andere komplexe globale Konflikte unserer Zeit, deren Geschichte und gesellschaftspolitische Dimensionen besser verstehen und einordnen zu können.

Ziel muss es sein, dass Lehrkräfte sprechfähig sind zu den Themen, die ihre Schüler*innen und uns als Gesellschaft bewegen – und entsprechend der vielfältigen Identitäten und Positionen im Raum Schule sind Perspektivwechsel dafür unumgänglich. Insbesondere müssen dabei auch der digitale Raum und dessen besondere Dynamiken1
mit adressiert werden – die Umfrageergebnisse zeigen überdeutlich, dass es an Strategien des Umgangs mit den Sozialen Medien mangelt, hier bedarf es einer konsequenten Verzahnung medienpädagogischer Angebote mit Inhalten der politischen Bildung.
Author(s): Stögner, Karin
Date: 2025
Date: 2025
Date: 2026
Date: 2026
Author(s): Freedman, Rosa
Date: 2024
Abstract: Since 7th October 2023, when Hamas perpetrated the worst single massacre against Jews since the Holocaust, there has been a surge in antisemitism in UK universities. Some of this has tipped over into outright anti-Jewish discrimination and harassment. Jewish students and staff have reported feeling unable to fully participate in university life, for fear of being abused, harassed, or attacked. This report offers a summary of research by the IntraCommunal Professorial Group (ICPG) aimed at understanding free speech on university campuses especially with regard to the approaches to speech concerning Jews, Israel, Zionism, and the Middle East conflict.

This report sets out the key issues, and a series of recommendations based on the research and grouped together under the subheadings of our three key findings. Those key findings are as follows:

1. UK universities have (a) a general legal duty, to protect freedom of expression on campus; (b) a duty to prevent discrimination and harassment based on protected characteristics; (c) a university-specific institutional duty to protect the academic freedoms of research and study. Currently UK universities are meeting neither (b) nor (c) in their response to the menace to Jewish students and academic staff posed by antisemitism, particularly antiIsrael antisemitism. That is, they are neither preventing discrimination and harassment, nor protecting freedom of research or freedom to study.

2. Anti-Israel protests and encampments on campuses, including in online spaces, have exacerbated what was already considered a hostile environment by many Jewish students and staff. Some university departments, trade unions, and student political milieus – inperson and online – have directly and indirectly discriminated against, abused, harassed and/or excluded Jewish students.

3. Traditional antisemitic concepts and tropes are being used by pro-Palestinian and/or antiIsrael staff and students. Israel and Zionism are regularly demonised and delegitimised, often using blood libels or other anti-Jewish hatred, and students or academics labelled as Zionists are routinely viewed as legitimate targets for discrimination, harassment, abuse, and/or attack.
Date: 2026
Abstract: This report finds that the decision to ban away supporters from the fixture was reached through a flawed risk assessment process.

We argue that the prohibition was not justified by the risks as assessed, and it represented an unnecessary departure from ordinary policing practice, which we believe would likely have been sufficient to secure the match.
The Parliamentary Select Committee similarly concludes that the decision-making process was flawed. However, it maintains that the prohibition was proportionate to the level of risk, even if that risk had been more rigorously assessed.

Our analysis considers a further, key point. A central weakness in the decision-making process was the failure clearly to specify the nature and source of the risk.

If the primary risk came from away supporters themselves, then exclusion may have been justified. But if the principal risk derived from anti-Israel protestors, boycott activists, and antizionist actors seeking to disrupt or attack the match, then banning the away supporters risked punishing those who were being threatened and who did not themselves constitute a significant threat.

In such circumstances, the appropriate response would have required consideration beyond technical policing calculations. If there was a significant antisemitic threat, a policy priority might have been to mobilise sufficient police resources to defend the match, the visiting team, and their supporters rather than excluding them.

The decision-making process appears to have overestimated the risk posed by Maccabi Tel Aviv supporters, in part through a misreading of the Amsterdam precedent and perhaps through reliance on politically committed sources of advice. It may have given insufficient weight to risks arising from boycott activism and to the risk of antisemitic violence of the kind that occurred in Amsterdam.

The process did not engage in a serious way with institutions or individuals from the Jewish community either locally or nationally, or with HM Independent Advisor on Antisemitism. Doing so would have given it a better chance of avoiding the mistakes that it made in understanding the precedent, possible alternatives and the predictable impact of the away fans ban on Jewish communities.

If there was a significant antisemitic dimension to the threat environment, the risk assessment process did not identify or articulate it clearly.
Date: 2026
Abstract: For this report, the Union of Jewish Students has collated dozens of testimonies from students who have
experienced antisemitism on campus.

The UJS also commissioned polling of 1,000 students, across all faiths and none, to assess the
impact of campus protests and the rise of antisemitism. The findings reveal alarming levels of campus
antisemitism, significant disruption caused by protests, and perceptions of Jewish students marred by
hostility and intolerance.

Key Findings:

1.Antisemitism has become normalised on our campuses.

- One in four students (23%) have seen behaviour that targets Jewish students for their religion/ethnicity.
- One in five (20%) students would be reluctant to, or would never, houseshare with a Jewish student.
- Jewish students have told us they have faced physical and verbal abuse, social ostracisation and
widespread antisemitic attitudes.

2.Glorification of terrorism is prevalent and unpunished.

- Our research has found that student groups have explicitly called for violence against Jews, even justifying the terrorist attack at Bondi Beach in December 2025.
- 49% of students have heard slogans or chants glorifying Hamas, Hezbollah or other proscribed groups on campus.
- 47% have witnessed justification of the October 7th attacks, rising to 77% among those who encounter Israel-Palestine protests regularly.

3. Protests disrupt all students, and universities have a clear mandate from students to take firmer action.

-Protests have disrupted learning for 65% of students, and 40% have altered their journey on campus to avoid disruption.
- Universities where protests are more frequent have seen higher levels of antisemitism, and four in ten (39%) of students who witness regular Israel-Palestine protests have seen Jewish students harassed often.
- 69% of students disapprove of protests blocking access to learning, and 82% deem calls to 'globalise the intifada' to be antisemitic.
Date: 2026
Date: 2025
Date: 2025
Author(s): Kotek, Joël
Date: 2025
Author(s): Schubert, Kai E.
Date: 2026
Date: 2025
Date: 2016
Abstract: Publiek Private samenwerking onvoldoende.

BLEW brengt nu voor de derde maal haar dreigingsrapport uit. Sinds ons eerste rapport, in 2014, is het denken rondom beveiliging drastisch veranderd. De conclusie van het eerste rapport was dat er op korte termijn meer beveiliging nodig was. Momenteel is de vraag niet of maar hoe we als Joodse gemeenschap, en in toenemende mate als maatschappij, ons kunnen beschermen tegen terrorisme.

Het antwoord op die vraag hangt af van de aard en mate van dreiging waarbij de ‘modus operandi’ (wijze van aanslag plegen) steeds wisselt. Deze blijft onverminderd hoog, maar de aard van de dreiging verandert: de weerbaarheid is weliswaar toegenomen maar de risico’s zijn groter geworden. De hogere alertheid en grotere weerbaarheid van met name de overheid vergroot de veiligheid, maar met een veel gevaarlijker en fatalere modus operandi waarbij het maken van veel slachtoffers in openbare en moeilijke te beveiligen doelen
prioritiet heeft is de dreiging niet als minder te kwalificeren.

De Joodse gemeenschap blijft een primair doelwit van jihadistisch terreur. De haat tegen het Westen, Israël en Joden in het bijzonder blijft ideologisch met elkaar verbonden. Het huidige dadersperspectief is onveranderd. De targets lijken echter, ook op ideologische gronden, te verschuiven naar meer algemeen Westerse ‘soft targets’ waarbij aanslagen worden gepleegd in onschuldige niets vermoedende menigtes: zelfmoordaanslagen, steekpartijen, doelbewuste aanrijdingen en schietpartijen met zware wapens.

De overheid ziet zich in snel tempo geconfronteerd met grote uitdagingen zoals aanslagen in openbare ruimtes, toenemende invloed van salafisme, radicalisering, terugkerende Nederlandse jihadisten, falend integratiebeleid, de vluchtelingenstroom en open grenzen.

De overheid intensiveert haar inzet door het uitbreiden van de Nationale Terrorisme Lijst, het mede-oprichten van een Europees Centrum voor Terrorisme Bestrijding, het ontmoedigen van het uitreizen naar Syrië onder radicale moslims, het beter controleren van vluchtelingen die Nederland binnenkomen en het opleiden van speciale eenheden van de Koninklijke Marechaussee.

De Stichting Bij Leven en Welzijn zet zich al 45 jaar in voor een veilige samenleving. BLEW heeft ervaring en expertise voor de beveiliging van een klein en kwetsbaar deel van onze samenleving; daarbij hebben wij een visie op de bescherming van de samenleving in bredere zin. Het gezamenlijke belang wordt steeds duidelijker zichtbaar. De enige manier om optimaal effectief te beveiligen is door samenwerking. Wij zien grote kansen voor de betere benutting van Publiek Private Samenwerkings verbanden (PPS) en hopen dat dit rapport een uitnodiging
zal zijn om deze verder te exploreren.