Abstract: Jüdische Flüchtlinge aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) stellen eine stetig wachsende Minorität dar, über deren pflegerische Bedürfnisse in der Fachliteratur wenig bekannt ist. Weitaus besser untersucht sind die pflegerischen Bedürfnisse von Angehörigen des jüdischen Glaubens außerhalb der GUS, insbesondere von Personen aus den USA, Israel und Kanada. Im Rahmen eines von der Robert Bosch Stiftung geförderten Pilotprojekts zu den Versorgungsbedürfnissen jüdischer Flüchtlinge aus der GUS entstand die nachstehende internationale Literaturstudie. Ziel war es, bereits vorliegende Erfahrungen mit der Zielgruppe zu erheben. Dazu wurden unter den Stichworten «Juden», «jüdisch», «Migranten», «jew», «jewish» «migrants» und «nursing» insgesamt 67 Artikel verschiedener Datenbanken analysiert. Die Literaturstudie generierte folgende international bedeutsame Themen: – die psychosoziale Situation von und daraus resultierende Versorgungsaspekte bei zwei Generationen von Holocaust-Überlebenden, ihren Kindern sowie jüdischen MigrantInnen aus der GUS – die unterschiedlichen religiösen Orientierungen, die in die groben Kategorien orthodox, konservativ und Reformjudentum unterteilt werden, von denen jede spezifische Einstellungen beinhaltet, welche die Pflege beeinflussen – pflegerisch relevante ethisch-moralische Aspekte im Judentum – Besonderheiten bei der Pflege gerontologischer PatientInnen und – soziokulturelle Aspekte palliativer Pflege. Als eines der wichtigsten Ergebnisse zeigte sich, dass jüdische Flüchtlinge aus der GUS insbesondere das Merkmal der Verfolgungserfahrung mit Holocaust-Opfern und ihren Nachkommen teilen, woraus sich spezifische Implikationen für die pflegerische Betreuung ergeben.
Abstract: In August 1945, a small group of Jewish industrialists was tried in absentia by the military court in Maribor, Yugoslavia. They were convicted of “war crimes” and sentenced to confiscation of property. Part of the nationalization policies of the new Communist government, the episode related to specifically Jewish experiences before, during, and after the Holocaust. Subsequent legal cases seeking redress involved agencies of Yugoslavia, Switzerland, Great Britain, the United States, and post-1991 Slovenia over several decades. This article reconstructs the sources, circumstances, and complex consequences of the legal cases in order to uncover structural and ideological factors underpinning the repeated failures of Jewish survivor claims. It sheds light on the memory wars shaping political life in Eastern Europe today, and it sharpens understandings that should facilitate efforts towards restitution of Jewish property.
Topics: Memory, Jewish Neighbourhoods, Jewish Space, Jewish Heritage, Oral History and Biography, Holocaust, Holocaust Commemoration, Holocaust Memorials, Holocaust Survivors, Holocaust Survivors: Children of, Main Topic: Holocaust and Memorial
Abstract: »Es sind die kleinen Facetten des Furchtbaren, die so erschüttern.« (Andrea von Treuenfeld)
Welche Erfahrungen machten die Kinder jener Menschen, die den Holocaust überlebten? Wie prägend waren die Erinnerungen der Eltern an Flucht, Konzentrationslager und die ermordete Familie? Und was bedeutete deren Neuanfang im Land der Täter für das eigene Leben?
Andrea von Treuenfeld hat prominente Söhne und Töchter befragt. Marcel Reif, Nina Ruge, Ilja Richter, Andreas Nachama, Sharon Brauner, Robert Schindel und andere berichten von der Herausforderung, mit dem Ungeheuerlichen leben zu müssen.
Ein wichtiges und berührendes Buch!
Das Trauma des Holocaust und seine Folgen für die Zweite Generation
Die Nachkommen der Opfer brechen ihr Schweigen
Mit den Geschichten von Marcel Reif, Nina Ruge u.v.a.
Abstract: 75. Jahrestag der Befreiung
2020 jährt sich der Tag der Befreiung von Auschwitz zum 75. Mal. Seit 75 Jahren müssen Überlebende und deren Nachfahren, muss die Welt, müssen die Deutschen mit dem Zivilisationsbruch leben, den der Name "Auschwitz" markiert. Das Buch folgt dieser Geschichte.
Die Überlebenden des Holocaust konnten über das Geschehene oft nicht sprechen. Doch die Traumata des Erlittenen wirkten auch im Stillen und gerade dort: Überlebende und ihre Kinder beschwiegen das Unfassbare, um einander zu schützen und dem Schrecken nicht oder nicht noch einmal begegnen zu müssen.
Anders die Generation der Enkel. Sie stellt den Großeltern nicht nur Fragen, auf die sie auch Antworten bekommt. Sie erlebt Auschwitz zudem als ein historisches Faktum, das in den 75 Jahren, die seit der Befreiung des Lagers vergangen sind, beschrieben und analysiert, interpretiert und bearbeitet wurde. Was aber heißt und bedeutet Auschwitz dann für diese Dritte Generation?
Dieses Buch versammelt Zeugnisse von Enkelinnen und Enkeln von Auschwitz-Überlebenden. Es sind oft berührende, manchmal erschütternde und immer nachdenkenswerte Berichte darüber, wie wirkmächtig das Geschehen von damals im Leben von Menschen auch heute noch ist. Auschwitz war nicht nur gestern, Auschwitz ist heute – immer noch und bleibend.
Wegmarken der Wahrnehmung von Auschwitz "nach Auschwitz"
Geschichten hinter der Geschichte
Topics: Holocaust, Holocaust Commemoration, Holocaust Education, Holocaust Memorials, Holocaust Survivors, Holocaust Survivors: Children of, Holocaust Survivors: Grandchildren of, Memory, Main Topic: Holocaust and Memorial, Jewish Museums, Jewish Heritage, Museums
Abstract: In Hungary, during the decades of the communist regime, mentioning Jewish values or wounds would not have fit into the idealistic consensus (and uniformity, even more). So, virtually 100,000 Hungarian Jews tried to hide or forget their roots.
After the regime change in 1989, the Jewish revival progressed with tremendous force. The children and grandchildren of Holocaust survivors, who had hardly heard anything about Judaism or even about the history of their family at home, suddenly “reinvented” Jewish life. Institutions and grassroots places with an informal, but distinctly Jewish spirit, were born. For the new generations their Jewishness became a positive, almost “sexy” distinction from anybody else.
Interestingly, literature did not take over this vibrant revival. Despite the fact that the significant part of the Hungarian writers, especially the winners of international awards, are of Jewish descent. Thus, Jews are overrepresented in Hungarian literature. Nevertheless, this is a traditional tendency in Hungary that writers don’t really like to belong to minority groups. That’s why, Jewish themes or even the topics of the Holocaust and the representation of the life of the Second Generation, hardly fit into this mainstream perception. Recently, some of the Third and the Fourth Generation - mostly lesser-known, younger writers and especially women - have already begun to investigate the repressed memory of their families.
Abstract: Komplexe Pflegebedarfe sind typisch für die jüdische Altenpflege in Deutschland. Am Beispiel des Altenzentrums der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt/Main werden typischen Bedarfe und Pflegeprofile vorgestellt. Im Heim wohnen Überlebende des Holocaust, die die Verfolgung entweder in Europa oder in der Emigration überlebt haben. Seit einigen Jahren leben auch alte Menschen aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion im Heim, die erst im hohen Alter nach Deutschland gekommen sind. Die Bewohner des Heimes kommen aus 18 unterschiedlichen Herkunftsländern. Die Bewohnerstruktur ist multiethnisch und dementsprechend für Deutschland eher untypisch. Die tagesstrukturierende Betreuung der Dementen wird in zwei Sprachen angeboten, was auch für Deutschland eine neue Erfahrung ist. Die multiethnische und mehrsprachige Ausrichtung des Heimes veranlasste das Bundesministerium für Gesundheit, neue Betreuungskonzepte, die auf diese Struktur abgestimmt sind, als Modell zu fördern. Zum Erleben von Fremdsein als Basis für die Entfaltung des Milieus einer Institution werden abschließend einige Gedanken vorgestellt. Das Datenmaterial, das hier Verwendung findet, stammt zum großen Teil aus unveröffentlichten Analysen, Protokollen und der Interpretation biographischer Interviews, die im Rahmen der Konzeptionsentwicklung für die transkulturelle Pflege im jüdischen Milieu angefertigt wurden. Es handelt sich dabei um Gruppenanalysen, die in der Arbeit mit Dementen entstanden sind, um Auswertungen von Bewohnerbefragungen und Workshops, sowie um die Interpretation von biographischen Interviews, die im Rahmen eines Projektes an der FH-Erfurt entstanden sind (Bock, M., Weitzel-Polzer, E.). Darüber hinaus wird das unveröffentlichte Schulungsmaterial und Seminarunterlagen von AMCHA, dem National Israeli Center for Psychosocial Support of Survivors of the Holocaust and the Second Generation, in die Auswertungen einbezogen.
Abstract: Autorka v tejto publikácii sumarizuje svoje aktuálne poznatky získané dlhodobým výskumom problematiky holokaustu na Slovensku, jeho reflexie v spomienkach pamätníkov i obrazy šírené v súčasnej spoločnosti Slovenska. Zamýšľa sa nad možnosťami metódy oral history pri výskume tejto témy, jej úskaliami i pozitívami. Významné je pre ňu využitie tejto kvalitatívnej metódy zameranej na mikroúroveň spoločnosti, na subjektívne prežívanie veľkých dejín, priamy kontakt bádateľa s človekom, ktorý tieto udalosti prežil. Predstavuje jednotlivé dlhodobé výskumné projekty, ktoré autorka realizovala, ich výskumné vzorky, spôsob a podmienky práce. V tretej časti predstavuje spomienky na holokaust z dvoch perspektív: obetí (židovských pamätníkov) a divákov (ich nežidovských susedov, ktorí boli svedkami, no nie priamymi aktérmi diania). V závere sa zamýšľa nad vzťahom pamäti spomienkového spoločenstva a jeho vlastnými identitami, porovnáva spôsoby spomínania u židovských a nežidovských respondentov a uvažuje, čo prezrádzajú o vzťahoch medzi nimi a o ich vlastných referenčných skupinách.
Abstract: Mokslininkai sutinka, kad tapatumas yra kintantis pagal situaciją darinys, priklausomas nuo aplinkos. Kai aplinka yra traumuojanti, ji nutraukia stabilią individo gyvenimo tėkmę, pakeičia prisiimtus vaidmenis, nusistovėjusias vertybes, gyvenimo tikslus. Holokaustas buvo trauma, sutrikdžiusi žmonių kasdienį gyvenimą, privertusi iš naujo įvertinti save ir aplinką. Šiame darbe buvo nagrinėjama, kaip Holokausto sukelta trauma skatino keistis išgyvenusiųjų tapatumą karo metu, ir kokios yra ilgalaikės Holokausto pasekmės tapatumui. Atsakymams į šiuos klausimus atrasti buvo pasitelkta kokybinio tyrimo strategija ir teminės analizės metodas. 11 tyrimo dalyvių, išgyvenusių Holokaustą, interviu medžiaga atskleidė tapatumo pokyčius, sukeltus Holokausto karo metu - pakito išgyvenusiųjų savęs kaip visuomenės nario suvokimas dėl atskirties, susijusios su tautybe; pakito savo žydiškos kilmės suvokimas; pakito savo vaidmens šeimoje suvokimas, šeimos narių praradimas sustiprino šeiminius ryšius tarp išlikusiųjų; pakito gyvenimo tikslai, pagrindiniu tikslu tapo išgyvenimas; pakito savęs vertinimas. Holokaustas sukėlė ilgalaikes pasekmes tapatumui: Holokaustas suformavo savęs kaip „išgyvenusiojo“ suvokimą, kuris įgijo skirtingą vertę Lietuvos ir Izraelio visuomenių kontekste; išgyvenusieji save suvokia kaip vertinančius gyvybę, suprantančius materialių vertybių laikinumą; jie suvokia save kaip priimančius Dievą arba kaip neigiančius jo egzistavimą. Išgyvenusieji atskleidžia dvejopą savo santykį su Holokaustu: save suvokia kaip pasisėmusius stiprybės, gyvenimiškos patirties, Holokauste atradusius prasmę arba kaip netekusius gyvenimo tęstinumo, neradusius prasmės trauminiuose išgyvenimuose.
Abstract: The book "Survival of the Identity of Holocaust Survivors" was prepared on the basis of a doctoral dissertation. It examines how the trauma of the Holocaust led to a shift in identity among survivors during the war, and the long-term consequences of the Holocaust for identity.
The interview material of 11 research participants who survived the Holocaust revealed identity changes caused during the Holocaust war - the survivors' self-perception as a member of society changed due to the exclusion related to nationality; the perception of one's Jewish origin has changed; the perception of one's role in the family has changed, the loss of family members has strengthened family ties among the survivors; life goals changed, survival became the main goal; self-esteem has changed.
The Holocaust caused long-term consequences for identity: the Holocaust shaped the perception of oneself as a "survivor", which acquired a different value in the context of Lithuanian and Israeli societies; survivors perceive themselves as valuing life, understanding the transience of material values; they perceive themselves as accepting God or as denying his existence. Survivors reveals his dual relationship with the Holocaust: he perceives himself as having gained strength, life experience, having found meaning in the Holocaust, or as having lost the continuity of life.
The book has important lasting value because the research participants interviewed in the book were 80 years old or older at the time of the study, and now, several years after the study, some of them are no longer alive.
Abstract: The analysis of survivors’ testimonies was unable to enter history-writing for many decades after the shoah. If nevertheless it was, the testimonies served only as illustrations of the personal experience of victims in the Grand Narrative of historians. However, in the past 20 years, parallel to the opening of digital oral history archives, these testimonies became regular sources of mainstream historical research. Moreover, the memory culture of the Shoah has fundamentally changed in the Western world after 1989. From the perspective of paper, the most relevant changes were a widespread appearance of the concept (cultural, social, historical) of trauma in public history, and the digital turn in testimony collections.It is a commonplace in psychological and sociological research on Holocaust testimonies and other ego-documents that in the case of large digital collections specific analytical methods need to be used. However, Holocaust historians dealing with these sources have hardly applied such methods. My paper proposes specific sociological techniques of using personal accounts in history-writing (such as the intuitive analysis of testimonies by accumulating and testing data; qualitative approaches and quantifying the data of big qualitative collections). It also discusses the historical usage of large testimony collections with the help of current case studies of the Holocaust in Hungary
Abstract: Der Beitrag vergleicht das Rigaer KGB-Museum, im Volksmund Eckhaus genannt, mit dem Rigaer Ghetto-Museum. Beide Museen sind zirka im gleichen Zeitraum (zwischen 2010 und 2016) entstanden bzw. erweitert worden und befinden sich an Originalschauplätzen. Beide Museen legen ein besonderes Augenmerk darauf darzustellen, welche Folgen die nationalsozialistische bzw. kommunistische Besatzung und Diktatur auf Lettland hatte. So beinhaltet das Rigaer Ghetto-Museum eine Ausstellung zum jüdischen Leben in Lettland vor 1941. Beide Ausstellungen legen großen Wert darauf, Zeugnisse von Überlebenden einzubeziehen. Da die Opfer des Rigaer Ghetto-Museums auch aus Deutschland und Österreich kamen, ist die Einbeziehung einer europäischen Perspektive hier vom Untersuchungsgegenstand vorgegeben. Die Europäisierung des Holocaustgedenkens wird auch anhand mehrerer Ausstellungsstücke, so zum Beispiel eines nachkonstruierten Zugwaggons, deutlich. Hingegen stellt das KGB-Eckhaus primär die lettische Geschichte aus: Der Fokus liegt auf den zivilen lettischen Opfern der kommunistischen Diktatur, die im Kellergefängnis des NKWD bzw. des KGB gefoltert wurden. Eine »Europäisierung« wird nur in Querverweisen zu anderen Museen deutlich, die ebenfalls die Geschichte der kommunistischen Diktatur ausstellen, wie z.B. das Haus des Terrors in Budapest.
Abstract: Настоящият сборник съдържа устни разкази на еврейските общности за самите тях и живота им в Русе, Шумен и Варна. Разказите са подредени в осем глави, които съответстват на различните антропологически категории и представят чуто или преживяно от първо лице. Хронологията в книгата е съобразена единствено с битието в житейските цикли и поради това във всяка отделна глава може да се проследи картината за свят на различните поколения хора.
Разказите са резултат от теренно проучване, проведено през пролетта на 2015 година. То отразява не само състоянието на градските общности на евреите в Русе, Шумен и Варна, но осветлява паметта за тях, описва хора и събития, отнасящи се и за онази част от българските евреи, които днес живеят в държавата Израел. Тридесет наши сънародници – 17 жени и 13 мъже, чрез своите разкази и спомени изграждат впечатляващ териториален обхват на проучването, който включва 27 български населени места и в действителност покрива картата на страната.
Abstract:
Vor rund 60 Jahren geschah in Europa etwas, das heute oftmals als das Unsagbare bezeichnet wird: Der Holocaust. Ein auf die vollkommene Zerstörung des Judentums angelegtes Vernichtungssystem, das letztlich etwa 6 Millionen Juden das Leben gekostet hat. Nur wenige sind dem für sie angestrebten Schicksal der Vernichtung entkommen. Und die wenigen, die überlebten, haben lebenslange psychische Traumata und seelische Schmerzen davongetragen. Der Schockzustand über die Geschehnisse der Shoah hat dafür gesorgt, dass eine gesamte Generation ihrer Sprachlichkeit entzogen wurde. Mit dieser Arbeit möchte ich vor allem denjenigen Stimmen verleihen, die aus Österreich flüchten und durch diese Flucht ihr einstiges Leben zurücklassen mussten. Wenn die ursprüngliche Heimat plötzlich zur apokalyptischen Fremde wird, dann ist der Mensch nicht nur seines Zuhauses, sondern auch seines Behütet-Seins beraubt worden. Die Geschichte des Judentums ist über 5000 Jahre alt.
Wahrscheinlich fasst diese Zahl auch ungefähr die Summe an Abhandlungen zusammen, die inzwischen zur Thematik von Juden, jüdischer Identität und jüdischer Religion veröffentlicht wurden. Welche Rechtfertigung gibt es also für eine weitere Publikation zu diesem Thema? Die wohl unanfechtbarste Erklärung dafür beruht auf einem zeitlichen Hintergrund: Sechzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges tritt nun eine Generation ab. Die so genannte erste Generation: Die der Überlebenden und der Zeugen des Holocaust. Zur Skizzierung des theoretischen Zugriffs ist es zunächst notwendig zu erwähnen, dass der Untersuchungsgegenstand aus zwei Bezugsquellen genährt wird: Zum einen sollen die Erkenntnisse innerhalb der Untersuchung aus bereits bestehenden Theorien, Analysen und Publikationen gewonnen werden, zum anderen sollen sie anhand
Abstract: To date, scholars have mainly focussed on the history of the Kindertransport. This thesis is the first to examine extensively how the Kindertransport has been remembered in Britain, and to compare British memory of this event with memory in the other English-speaking host nations which took in the refugee children (Kinder), namely America, Canada, Australia and New Zealand. ‘Kindertransport’ is understood here as referring not just to the actual rescue of children with mainly Jewish origins from Nazism that took place between 1938 and 1940, but also the effects it had, such as transplantation to strange environments. There is yet to be a true exploration of how the memories of the Kinder and these nations’ memories of the Kindertransport developed. Any comparison of these various host countries must consider the degree to which memory of the Kindertransport is not uniform, and the extent to which it is shaped by factors such as the role of these countries in the Second World War, and – above all – nationally conditioned memory discourses. Increasingly, according to memory scholars, Holocaust memory operates in a transnational, even global network. This thesis will assess this expectation against the empirical evidence. Is it more the case that host nations remember the Kindertransport in essentially national terms, even where they are aware of its transnational history? In order to assess this question, this thesis will examine a representative cross-section of different genres including testimony, museum exhibitions, memorials, and novels. I argue that the Kindertransport is much more nationally focussed and celebratory in Britain than in other host nations, where this memory is more transnational in focus. However, there are signs that national memory in Britain is beginning to develop in a more self-critical direction.
Abstract: As we approach the post-witness era this paper investigates the changing role of the Holocaust and Holocaust survivors in twenty-first century British politics and culture. In the first part, the article discusses the ways in which, through their role in educational initiatives and commemorative culture, survivors have acquired an increased visibility in British understandings of the Holocaust. For a significant period of time, this process was characterized by a tendency to abstract survivors from their Jewish identities to ensure that they could more easily act as mediators of a universalized, yet highly domesticated, Holocaust narrative with meanings for contemporary British society. However, in the second part the article will argue that, starting from the second decade of the twenty-first century, it is also possible to discern an increasing acknowledgement of British Holocaust survivors’ ‘difference.’ It will be suggested that British politicians have attempted to mobilize survivors, the Anglo-Jewish community they are seen to represent, and the Holocaust more in general, in Britain’s domestic battle against Islamic extremism and in the pursuit of the rather elusive concept of ‘British values.’
Abstract: Immigration et mise en œuvre du processus d’extermination nazi ont forgé le destin commun de nombre de familles juives en France. Leur patrimoine photographique est à l’image de ces événements, fait de ruptures et de traces en pointillées. Ces photos surprennent bien des fois, émeuvent et surtout instruisent. De ce déracinement à la fois géographique et culturel, plusieurs d’entre elles en ont conservé la trace. C’est à partir de l’étude croisée de visuels représentant le costume traditionnel dans l’aire maghrébine, choisie pour exemple et, par corollaire, de l’analyse onomastique de ceux qui en sont revêtus, qu’il est possible de distinguer les différentes facettes du processus de mutation et, ainsi, mieux apprécier les étapes de ce qu’il est convenu de qualifier de marche à la modernité, une modernité où acculturation et sécularisation sont largement imbriquées.