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Schwarze Juden, Weiße Juden? Über Hautfarben und Vorurteile

Translated Title

Black Jews, White Jews? On skin color and prejudice

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Abstract

Jüdische Identität im Spannungsverhältnis zwischen Eigendefinitionen, Antisemitismus und Rassismus.

Welche Hautfarben haben Jüdinnen und Juden - und welche werden ihnen zugeschrieben? Wie verorten sie sich selbst?

Seit Jahrhunderten werden Menschen durch rassistische Weltanschauungen vor allem nach ihrer Hautfarbige bewertet. »Rassentheorien«, Kolonialismus, Antisemitismus und andere Überlegenheitsfantasien schufen eine fundamentale Hierarchie: eine Ordnung der Welt, die auf der Ordnung nach Hautfarben beruht. Die Publikation beleuchtet diese Stereotypisierungen und Ausgrenzungen, die Jews of Color welt-weit - insbesondere in Europa, den USA und Israel - erfahren.

Heutige Diskurse verstehen Hautfarbige als historische und soziale Konstruktion und weniger als biologische Kategorie. Gerade die jüngste Eskalation des Nahost-Konflikts führte zur Verfestigung des Stereotyps von Juden als Weiße Kolonialherren, die eine »nicht-Weiße«, indigene Bevölkerung unterdrücken. Dafür wird ausgeblendet, dass Jüdinnen und Juden - nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass ihre Geschichte von Migration, Vertreibung, und allen voran von der Schoa geprägt ist - auf allen Kontinenten präsent waren und sind.

Sind Jüdinnen und Juden nun aber Weiß, »nicht-Weiß« oder Schwarz? Die verschiedenen Antworten und ihre weitreichenden Folgen bekräftigen die Aktualität und Dringlichkeit dieser Publikation.

Translated Abstract

Jewish identity exists in a complex interplay between self-definition, antisemitism, and racism. What skin colors do Jewish people have—and what colors are ascribed to them? How do they position themselves? For centuries, racist worldviews have judged people primarily by their skin color. "Racial theories," colonialism, antisemitism, and other fantasies of superiority created a fundamental hierarchy: a world order based on the categorization of skin color. This publication examines the stereotyping and exclusion experienced by Jews of Color worldwide—particularly in Europe, the USA, and Israel. Contemporary discourse views skin color as a historical and social construct rather than a biological category. The recent escalation of the Middle East conflict, in particular, has entrenched the stereotype of Jews as white colonial rulers oppressing a "non-white," indigenous population. This perspective overlooks the fact that Jewish people—shaped by histories of migration, expulsion, and, above all, the Shoah—have been and remain present on every continent. So, are Jews white, "non-white," or Black? The varied answers to this question and their far-reaching consequences underscore the relevance and urgency of this publication.

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ISBN/ISSN

978-3-8353-5990-1

Bibliographic Information

Schwarze Juden, Weiße Juden? Über Hautfarben und Vorurteile. Wallstein, Jüdischen Museums Wien. 2025:  https://archive.jpr.org.uk/object-5903