Search results

Your search found 3 items
Sort: Relevance | Topics | Title | Author | Publication Year
Home  / Search Results
Date: 2001
Abstract: [From http://www.leo-baeck.org/leobaeck/sachbuchallgemein/buch-00905.html]: Hebräisch in Metropolis Die Historikerin Fania Oz-Salzberger über die israelische Diaspora in Berlin "Wie lebt es sich als Israeli in Berlin?" Allein diese Frage, die die israelische Historikerin Fania Oz-Salzberger direkt zu Anfang ihres Buches stellt, führt zu einiger Verwirrung und in ein "Labyrinth voller Rätsel und Unwägbarkeiten." Die Autorin meint explizit Israelis, nicht etwa deutsche Juden in Berlin. Damit hat sie schon ein erstes Tabu berührt. Denn in Israel selbst wird die Existenz einer israelischen Diaspora geflissentlich übersehen oder gar verneint. Als ob es die vielen hunderttausend Israelis in New York oder Los Angeles nicht geben würde. Nimmt man sie dennoch zur Kenntnis, fallen unschöne Wörter wie "Deserteure" und "Aussteiger". Und jetzt soll sich auch noch Berlin in die Reihe dieser Diaspora-Orte einreihen, wo Israelis mittlerweile zu Tausenden leben? Ausgerechnet die Stadt, in der die Vernichtung des jüdischen Volkes geplant wurde? Fania Oz-Salzberger selbst hat im Rahmen eines Wissenschaftskollegs ein Jahr in Berlin gelebt und sich in dieser Zeit mit vielen Israelis darüber unterhalten, warum sie ihre Zelte gerade hier aufgeschlagen haben. Die Gründe sind so verschieden wie die Menschen, mit denen sie sprach: Mal war es Liebe, mal waren es berufliche Gründe oder aber die Möglichkeit, an einer der vielen Hochschulen zu studieren. Doch alle berichten einhellig: Berlin läßt niemanden, der in Israel geboren und aufgewachsen ist, kalt. So mancher stieß hier unerwartet auf familiäre Wurzeln, wie etwa Dorit Brandwein-Stürmer, die israelische Gattin des deutschen Historikers und Ex-Kanzlerberater Michael Stürmer. Oft waren diese Begegnungen mit der Vergangenheit auch recht schmerzhaft, wie bei einem israelischen Banker, der sich auf die Suche nach den Akten über die Deportation seiner Vorfahren machte. Und in den Gesprächen wird eines deutlich: Die Vergangenheit Berlins als Hauptstadt Nazi-Deutschlands kommt in der Wahrnehmung ihrer neuen Wahlheimat bei allen Israelis immer wieder zum Vorschein. Daran können weder die gewonnene Vertrautheit mit der neuen Umgebung oder aber die vielschichtigen engen Bindungen zu ihren Bewohnern etwas ändern. Die oftmals beschworene Normalität deutsch-israelischer Beziehungen bleibt das Wunschdenken der deutschen Seite. "So macht die deutsche Sprache diskriminierende Unterschiede zwischen Israelis und Deutschen. Uns versetzt sie einen Schlag, den Deutschen nicht. Sie wissen nicht, was uns die Worte 'raus' und 'aussteigen', 'Arbeit' und 'frei', 'schnell, schnell' und 'Achtung' antun." Fania Oz-Salzbergers Buch ist aber weit mehr als nur eine Bestandsaufnahme der israelischen Lebenswelten im Berlin von heute. Es ist zugleich ein äußerst persönliche Züge tragender Annäherungsversuch an die Stadt, an den historischen und ganz realen Ort: Berlin, das war für sie in ihrer Kindheit der Schauplatz von Emil und die Detektive oder Pünktchen und Anton. Damit spricht sie stellvertretend für eine ganze Generation von Israelis, denn die Kindergeschichten Erich Kästners erfreuten sich auch im Israel der fünfziger und sechziger Jahre große Beliebtheit. Und: Berlin galt als Inbegriff der architektonischen Moderne, die nach 1933 ihre konsequente Fortsetzung in den städtebaulichen Konzeptionen Tel Avivs oder Haifas erlebte. Was den Leser bei der Lektüre des Buches überraschen mag, ist die Tatsache, daß das Phänomen "Israelis in Berlin" älter ist, als der Staat Israel selbst. Schon vor dem Ersten Weltkrieg tauchten in den assimilierten, gut bürgerlichen jüdischen Haushalten in Berlin hebräisch sprechende Kindermädchen aus Eretz-Israel auf. Und die gesamte Prominenz hebräisch schreibender Literaten, angefangen von Chaim Nachman Bialik über Achad Ha'am oder Saul Tschernichowski, weilte für längere Zeit in der deutschen Hauptstadt und hinterließ hier ihre Spuren. Die Route Berlin - Tel Aviv, Haifa, Jerusalem war keine Einbahnstraße. Auf den ersten Blick scheint Israelis in Berlin ausschließlich für ein israelisches Publikum geschrieben zu sein. Die Fragen nach der israelischen Identität, der Existenz als Israeli im Ausland, all das und vieles mehr stehen an zentraler Stelle. Doch gleich einer Archäologin gelingt es Fania Oz-Salzberger dank ihrer Wahrnehmung und Beschäftigung mit Berlin, die für einen deutschen Leser vielleicht verborgenen Schichten der Stadt freizulegen und ihm dadurch einen neuen und ungewöhnlichen Zugang zu vermitteln. Zudem zeigen ihre Geschichten einmal mehr, wie komplex das deutsch-israelische respektive deutsch-jüdische Verhältnis in Wirklichkeit ist. von Ralf Balke
Author(s): Waterman, Stanley
Date: 1999
Abstract: Besides being a confusing designation, culture is
a contentious issue. Nevertheless, people depend
on the relatively safe and stable entity called
culture, which both aids and encumbers them as
they negotiate their way in society

Conventionally, religious beliefs and practices
have been the main symbols of collective Jewish
identity; their development and legitimation have
been profoundly embedded in group life, social
class and organizations. ln the Jewish Diaspora,
these beliefs and practices were the 'mortar' that
cemented the 'Jewish' bricks. However, as
European societies have modernized and become
more secular, more pluralistic and multicultural,
Jews have had to adapt. But European Jewish
communities do not stand in isolation and the
issue is not simply 'modernize and die' or
'modernize or die'-secularism v. religion.
European Jewish communities, in their struggle to
survive and create Jewish identities with which
they are at ease, must contend with new streams
of Jewish life emanating from North America and
lsrael. With the exception of France and the
United Kingdom, which still have relatively large
and viable-and autonomous-Jewish
communities, most European communities are
small with consrderable need of external support

Debate on culture is taking place among Jews in
terms of the nature and content of Jewish
cultures. But Jewish cultures are changing, as
they have always done; this fact is most evident
in both lsrael and North America.
lf European Jewish communities are to survive
and prosper as autonomous entities without being
over-influenced by any one ideological or religious
tendency in the Jewish world, or without fear of
assimilation, they must be sufficiently brave to
develop their own means of self-expression and
to learn to live with them. This is not an easy task,
because those who offer single-track alternatives
-such as the dissolution of the Diaspora or a
return to a form of Judaism which isolates itself
from the rest of society-do so with forceful
conviction. European Jews must be able to
develop an independent and vibrant culture.
The construction of forward-looking European
Jewries will be hampered by attempts at
delegitimization. Many accusations-e.g. that it is
not the traditional way, that it is against the overall
Jewish interest-will probably be aimed at efforts
by European Jewry to set its own course for
survival. However, if European Jewish
communities are to avoid irreversible decline,
there is no other way. The present offers a golden
opportunity to communities of European Jews to
co-operate across national boundaries and develop
coalitions with other ethnic groups, and cultural
and religious minorities, so that they can be leaders
rather than hangers-on in the era of multiculturalism.
It is an opportunity not to be missed.