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Author(s): Müller, Lasse
Date: 2021
Abstract: Zweck der Untersuchung ist eine umfassende Abbildung der Betroffenenperspektive: Wie bewerten jüdische und nichtjüdische MAKKABI-Mitglieder die Bedrohung durch Antisemitismus im Sport? Mit welchen Erscheinungsformen sehen sie sich in welchen Situationen konfrontiert? Welche Melde- und Bewältigungspraxen sind nach einem erlebten antisemitischen Vorfall typisch? In diesem Sinne bildet die vorliegende Studie den Auftakt eines langfristigen Forschungsvorhabens, um gemeinsam mit einer breiten Allianz aus Netzwerkpartner:innen das dynamische Phänomen "Antisemitismus im Sport" analytisch greifbar zu machen. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse können künftig passgenaue Interventions- und pädagogische Präventionskonzepte entwickelt werden. Als erster Schritt wurde dazu vom 03.11.2020 bis 24.01.2021 im Rahmen des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten Modellprojekts "Zusammen1" eine Online-Erhebung durchgeführt. Darin wurden MAKKABI-Mitglieder ab 16 Jahren hinsichtlich der von ihnen erlebten Vorfälle und ihrer grundsätzlichen Wahrnehmung des Problems Antisemitismus im Sport befragt. Insgesamt beteiligten sich N = 309 Personen aus 20 verschiedenen Ortsvereinen an der Befragung. Zum besseren Verständnis wird Antisemitismus im Folgenden zunächst theoretisch präzisiert und gegenüber anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit abgegrenzt (Kapitel 2). Im Anschluss findet eine Rekapitulation des Forschungsstands zum gesamtgesellschaftlichen und sportspezifischen (Kapitel 3) Auftreten von Antisemitismus statt. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Darlegung struktureller Defizite im Meldesystem des deutschen (Wettkampf-)Sports, die die Erfassung und Aufarbeitung von explizitem Antisemitismus hemmen. Ergänzend werden Spezifika von MAKKABI als einzigem jüdischen Sportverband in Deutschland aufgezeigt und sich daraus ergebende Sonderformen der antisemitischen Stigmatisierung diskutiert. Kernelement des Berichts bildet nach einer Dokumentation des methodischen Vorgehens (Kapitel 4) die Präsentation der Befunde aus der Mitgliedererhebung (Kapitel 5). Im Fazit (Kapitel 6) werden schließlich die vorgestellten Befunde nochmals zusammengefasst, interpretiert und sich ergebende Handlungsfelder aufgezeigt. (Einleitung).
Date: 2022
Author(s): Dart, Jon
Date: 2021
Abstract: In June 2020, Black Lives Matter UK (BLM-UK) posted a series of tweets in which they endorsed the pro-Palestinian Boycott, Divestment and Sanctions movement. Calling for ‘targeted sanctions in line with international law against Israel’s colonial, apartheid regime,’ one tweet claimed that ‘mainstream British politics is gagged of the right to critique Zionism’. The tweets were seen by some to be antisemitic and resulted in the English Premier League, the BBC and Sky Sports, which had hitherto been supportive of the Black Lives Matter protests, distance themselves from the Black Lives Matter movement. One month later, during the BLM protests in the USA, Black NFL player DeSean Jackson posted material to his Instagram story that was also viewed as antisemitic. This article unpacks, via these two sports-based incidents, the relationship between anti-racism, antisemitism, and anti-Zionism. I discuss how these tensions are not new, but a clear echo of the tensions that existed in the 1960s and 1970s during the height of the Civil Rights Movement; these tensions continue because the foundational issues remain unchanged. These two incidents raise important questions about how sports organisations operate in a world where sport is seen as ‘apolitical’ and strive for ‘neutrality’ but fail to recognise sport is political and that a position of neutrality cannot be successfully achieved. The article assesses the challenges that arise when sports organisations, and their athletes, choose to engage in a certain kind of sport politics.
Author(s): Dart, Jon
Date: 2020