Judenhass und der Kampf um männliche Vorherrschaft: Über den Zusammenhang von Antisemitismus, autoritärer Männlichkeit und Weiblichkeitsabwehr
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Im folgenden Beitrag wird der Zusammenhang von Antisemitismus und Weiblichkeitsabwehr im Kontext spezifischer Männlichkeitsvorstellungen erörtert. Ausgangspunkt ist der ideologische Hintergrund des Anschlags von Halle (Saale) am 09. Oktober 2019. Es zeigt sich, dass beim Attentäter neben rassistischen vor allem antifeministische bzw. misogyne Einstellungen eng mit seinem Antisemitismus verknüpft sind. Bezugspunkt solcher Einstellungsmuster ist die immer wieder vorgebrachte Notwendigkeit eines Kampfes um männliche, in der Regel männlich-weiße Vorherrschaft. Bezugnehmend auf die weitreichenden Veröffentlichungen eines einflussreichen Protagonisten der weltweiten selbst ernannten Männerrechtsszene werden die soziologischen und sozialpsychologischen Bedingungen des Zusammenhangs von Antisemitismus und Weiblichkeitsabwehr herausgearbeitet.
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Volume/Issue
8
Page Number / Article Number
156–167
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Judenhass und der Kampf um männliche Vorherrschaft: Über den Zusammenhang von Antisemitismus, autoritärer Männlichkeit und Weiblichkeitsabwehr. 2020: 156–167. https://archive.jpr.org.uk/10.19222/202101/13
