Rechtsextremismus und „neuer Antisemitismus“
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Abstract
Der Beitrag bezieht den rechtsextremen Antisemitismus auf die jüngere Debatte um einen „neuen Judenhass“. Denn die extreme Rechte bleibt ein außerordentlich aktiver und besonders radikaler Akteur, der auf einem geschlossenen antisemitischen Weltbild aufbaut und für entsprechende Straf- und Gewalttaten verantwortlich ist. Sie trägt sowohl zur Tradierung „alter“ Motive des Antisemitismus und ihrer Anpassung an den aktuellen Antisemitismus bei,
als auch zur Entwicklung und Verbreitung „neuer“ Motive. So verbinden sich in der Rede über einen „Großen Austausch“ als Interpretationsrahmen für Migrationsprozesse und Asylpolitik Elemente verschwörungsmythischen antisemitischen Denkens mit flüchtlingsfeindlichem Rassismus. Die Forschung sollte die extreme Rechte wieder stärker als eigenständigen und dynamischen Akteur im Feld des Antisemitismus in den Blick nehmen
als auch zur Entwicklung und Verbreitung „neuer“ Motive. So verbinden sich in der Rede über einen „Großen Austausch“ als Interpretationsrahmen für Migrationsprozesse und Asylpolitik Elemente verschwörungsmythischen antisemitischen Denkens mit flüchtlingsfeindlichem Rassismus. Die Forschung sollte die extreme Rechte wieder stärker als eigenständigen und dynamischen Akteur im Feld des Antisemitismus in den Blick nehmen
Topics
Antisemitism: New Antisemitism Antisemitism: Far right Antisemitism: Israel-Related Main Topic: Antisemitism
Genre
Geographic Coverage
Original Language
Volume/Issue
8
Page Number / Article Number
16-29
DOI
Note
Dieser Text ist eine gekürzte Fassung von: Botsch, Gideon (2019): Rechtsextremismus und „neuer Antisemitismus". In: Glöckner, Olaf/Jikeli, Günther [Hrsg.]: Das neue Unbehagen. Antisemitismus in Deutschland heute.
Georg Olms Verlag: Hildesheim/Zürich/New York, S. 21–38.
Georg Olms Verlag: Hildesheim/Zürich/New York, S. 21–38.
Bibliographic Information
Rechtsextremismus und „neuer Antisemitismus“. 2020: 16-29. https://archive.jpr.org.uk/10.19222/202101/02
