Home  / 5332

Rechtsextremismus und „neuer Antisemitismus“

Author(s)

Publication Name

Publication Date

Abstract

Der Beitrag bezieht den rechtsextremen Antisemitismus auf die jüngere Debatte um einen „neuen Judenhass“. Denn die extreme Rechte bleibt ein außerordentlich aktiver und besonders radikaler Akteur, der auf einem geschlossenen antisemitischen Weltbild aufbaut und für entsprechende Straf- und Gewalttaten verantwortlich ist. Sie trägt sowohl zur Tradierung „alter“ Motive des Antisemitismus und ihrer Anpassung an den aktuellen Antisemitismus bei,
als auch zur Entwicklung und Verbreitung „neuer“ Motive. So verbinden sich in der Rede über einen „Großen Austausch“ als Interpretationsrahmen für Migrationsprozesse und Asylpolitik Elemente verschwörungsmythischen antisemitischen Denkens mit flüchtlingsfeindlichem Rassismus. Die Forschung sollte die extreme Rechte wieder stärker als eigenständigen und dynamischen Akteur im Feld des Antisemitismus in den Blick nehmen

Topics

Genre

Geographic Coverage

Original Language

Volume/Issue

8

Page Number / Article Number

16-29

DOI

Note

Dieser Text ist eine gekürzte Fassung von: Botsch, Gideon (2019): Rechtsextremismus und „neuer Antisemitismus". In: Glöckner, Olaf/Jikeli, Günther [Hrsg.]: Das neue Unbehagen. Antisemitismus in Deutschland heute.
Georg Olms Verlag: Hildesheim/Zürich/New York, S. 21–38.

Bibliographic Information

Botsch, Gideon Rechtsextremismus und „neuer Antisemitismus“. Wissen schafft Demokratie. 2020: 16-29.  https://archive.jpr.org.uk/10.19222/202101/02