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Date: 2025
Abstract: Die vorliegende Studie stellt die Ergebnisse des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), vormals Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), geförderten Verbundprojekts Antisemitismusprävention im europäischen Schulunterricht (AIES) vor.1 Das an der Europa-Universität Flensburg und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf angesiedelte Projekt (2021-2025) untersuchte die Thematisierung jüdischer Kultur und Geschichte im schulischen Kontext in vier europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Spanien, Rumänien). Dabei wurde die Überzeugung zugrunde gelegt, dass auch die Unterrichtspraxis einen wertvollen Beitrag zur Antisemitismusprävention leisten kann und muss – und letztere nicht auf „Kriseninterventionen“ nach Vorfällen auf den Schulhöfen oder im Klassenraum beschränkt sein darf. Ausgehend von den curricularen Bedingungen unterschiedlicher Schulfächer (Geschichte, Politik, Fremdsprachenunterricht bzw. muttersprachlicher Unterricht in den Fächern Deutsch, Spanisch und Französisch) mit Blick auf die Thematisierung nicht nur der Shoah, sondern auch anderer Aspekte jüdischer (Gegenwarts-)Kultur und Geschichte sowie ihrer Implementierung in Lehrwerke, Unterrichtsmaterialien und die konkrete Unterrichtspraxis, hat AIES eigene didaktische Materialien entwickelt, die hier ebenfalls präsentiert werden.2 Ein besonderes Augenmerk wurde bei ihrer Konzeption auf die Rolle und das Potenzial visueller Medien gelegt, um den bisher – gerade im Schulbuch – wenn überhaupt vorhandenen, dann textzentrierten Zugang zu jüdischer Geschichte und Kultur und zur Antisemitismusprävention zu erweitern