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Date: 2019
Abstract: Am 1. Januar 2019 hat die Landesweite Informations- und Dokumentationsstelle Antisemitismus in Schleswig-Holstein (LIDA-SH) ihre Arbeit vollumfänglich aufgenommen. Damit existiert erstmals eine unabhängige Dokumentationsstelle für Antisemitismus in diesem Bundesland.

Diese Broschüre will unterschiedliche Merkmale von Antisemitismus beleuchten, sein Ausmaß skizzieren sowie seine Auswirkungen auf hier lebende Jüdinnen und Juden beschreiben. Hierzu setzen wir in dieser Broschüre drei
Perspektiven zueinander in Beziehung: Erkenntnisse aus unserer Dokumentation antisemitischer Vorfälle, Ergebnisse aus wissenschaftlichen Studien sowie die Sichtweisen Schleswig-Holsteiner Jüdinnen und Juden. Die Kernaufgabe von LIDA-SH ist die strukturierte und unabhängige Dokumentation antisemitischer Vorfälle in Schleswig-Holstein. Die empirischen Erkenntnisse aus den uns gemeldeten antisemitischen Vorfällen stellen wir in dieser Broschüre dar und formulieren erste Analysen zum Phänomen Antisemitismus im Bundesland. Um das Ausmaß antisemitischer Vorfälle besser zu veranschaulichen, finden sich in der Broschüre immer wieder Beschreibungen einzelner Fälle, die wir dokumentiert haben. Diese Beispiele stehen – ebenso wie eine grafische Übersicht der empirischen Daten – jeweils auf den linken Seiten.

Diese Erkenntnisse aus den uns gemeldeten Vorfällen setzen wir in Bezug zu Ergebnissen wissenschaftlicher Studien aus verschiedenen Disziplinen. Damit deutlich wird, wo wir uns auf solche wissenschaftlichen Forschungen beziehen, sind die jeweiligen Absätze durch Einrückungen vom übrigen Text abgehoben. Zentral für unsere Arbeit ist die Miteinbeziehung der Perspektiven SchleswigHolsteiner Jüdinnen und Juden. So vielfältig und divers jüdisches Leben in Schleswig-Holstein ist, so unterschiedlich sind auch die Perspektiven auf Antisemitismus: Es gibt nicht die eine jüdische Perspektive.