Advanced Search
Search options
JPR Home
EJRA Home
Search EJRA
Topic Collections
Author Collections
Add to EJRA
Terms of Use
Contact Us
Search results
Your search found 1 item
Home
/ Search Results
Die forensische Relevanz von Antisemitismus als doppelte Brückenideologie
Translated Title:
Antisemitism as a Bridging Ideology. Its Dual Significance From a Forensic Psychological Perspective
Author(s):
Profes, Valerie; Dreyer, Jana; Weber, Michael
Date:
2024
Topics:
Main Topic: Antisemitism, Violence, Extremism, Conspiracies, Antisemitism
Abstract:
Tradierte judenfeindliche Vorurteile und Verschwörungserzählungen sind in der Mitte der Gesellschaft weit verbreitet. Zudem sind sie Bestandteil der derzeit prominenten extremistischen Ideologien und werden entsprechend von verfassungsfeindlichen Personen und Gruppierungen verbreitet. Antisemitische motivierte Gewalttaten haben in den letzten Jahren zugenommen. Jüdinnen und Juden werden im Vergleich zu anderen Minoritäten häufiger Opfer schwerer Gewalt, insbesondere durch Personen mit extremistischem Hintergrund, aber auch aus der Mitte der Gesellschaft. Der Beitrag beleuchtet aus der Perspektive der Kriminologie und der Rechtspsychologie, wie sich Antisemitismus in unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen auf die Gewaltbereitschaft Einzelner auswirkt. Antisemitismus dient als doppelte Brückenideologie: einerseits als Bindeglied zwischen Angehörigen unterschiedlicher extremistischer Strömungen und andererseits zwischen extremistischen Strömungen und der gesellschaftlichen Mitte. Besonderes Augenmerk kommt dabei antisemitischen Verschwörungserzählungen zu. Sie schüren in der Gesellschaft Feindseligkeit und Hass gegenüber Jüdinnen und Juden und dienen der Legitimation von Gewalt. Zudem sind sie geeignet, unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen zu mobilisieren und zum Überschreiten der Handlungsschwelle zur Gewalt beizutragen.